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Der Jüdische Arbeiter · 1931-05-18 · Heft 8 (18.5.1931) · page 2

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Journal
Der Jüdische Arbeiter
Volume
8 (1931)
Issue
Heft 8 (18.5.1931)
Date
1931-05-18
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Helte JSL Ott jüdische Arbeiter d e nd es M o ti v a t i o ns ze n t r.u m die Sexualität entdeckt, die Bedeutung, der sexuellen' Triebbefriedigungj für die seelisch e Gesund freit aufgezeigt und uns darüber hinaus in seiner Sublimierungsth'eoriö gelehrt, daß alle sozialen' umd kulturellem Leistungen durch' die sexuellen' Energien! gespeist -werden-. Freuds Werk hat zwei Arten von Gegnern gefunden : m i ß v e r s t ä n d 1 i c Ii e u n d n o t w e n d i g e. Zu den' erstereu muß ein 'ihm geistesverwandter großen ijude der Gegenwart, KarlKraus gerechnet werden, der sich' mit dem Recht eines schöpferischen Genies; dagegen wehrt, daß künstlerisches Schaffen einer nüchtern-kausalen Betrachtung unterzogen; werd. Gegenüber dieser Negation! des Werkes Freuds durcbJ einem der wenigen ganz großen Menschen unseren Zeit mußi darauf hingewiesen' werden, daß die Tiefenpßyctiologie niemals das Wesen' des Genies zu erklären! sucht, — wie ja überhaupt jede echte Wissenschaft die Frage nach dem „Wesen" der Erscheinungen! als metaphysisch' ablehnt — vielmehr den Inhalt des Schaffens desselben kausal zu erklären sich Zur Aufgabe macht; und für die Fruchtbarkeit desi Freudschen Erklärungsprinzips ist das Werk Karl Kraus' ein großartiger Beweis. Die notwendigen! Gegner der Psychoanalyse sind die Vertreter der religiösem Weltanschauung allen Konfessionen. Ist die sexualfeindliche Einstellung ein zentraler ideolo- P' iseher Bestandteil a 1 le r religiösen Systeme, so haben reud und seine Schüler dieser das Geschlechtliche; entwertenden Ideologie die objektive Erkenntnis! entgegengestellt, daß Sexualbefriedigungj die entscheidende Voraussetzung für, eine gesunde Entfaltung der menschlichen Gesamtpersönlichkeit 'bedeutet. . So stellt Freuds Werk eine wichtige Waffe der ium' ihr Sexualrecht 'kämpfenden Menschheit dar, ihr kämm im deutschen Kulturkreis vielleicht nur noch' das Werk seines Antipoden Karl Kraus: „Sittlichkeit lunld Kriminalität" gleichgestellt werden. Weit über dem Kreis der Gelehrten wird deshalb' sein Geburtstag mit Recht gefeiert. Wir jüdische Sozialisten Watten! ein besomderest Recht Siegmünd Freud zu beglückwünschen. Freud hat sich1 immer dem Judieintium verbunden .gefühlt, er hat im Gegensatz zu manchem „revolutionären", aber um sein Prestige allzu sehn zitternden Theoretiker auch' den Mut gehabt, sich* im allen Oeffentlichfeit -zu uns, zumi ajrrbteiiitewden Palästina vor allem1 zu bekennen? Freud ist Mitglied des Kuratoriums des jüdisch'-wissenschaftlichem Instituts in Wilma, hat den Aufruf zum' Kongreß für das arbeitende Palästina unterzeichnet, lund ist demi Ehrenpräsidium der Wiener Liga beigetretem. Wir verbinden unseren1 Glückwunsch' mit dem Dank an Freud für sein1 tätiges Bekenntnis zu tmseren .'Weiligem* Sache. M. P. Das jüdische Realgymnasium in Wien. Es war ein' dankenswerter Gedanke der Direktion! des Wiener; Chajes-Reaigymnasiums, gerade jetzt, lunmittelbar nach: den Budgetdebatte in der jüdischen] Gemeinde dem- Vertretern der jüdischem Presse Gelegenheit zu geben, die breitere jüdisch'e Oeffentlichikeit näher mit diesem wahrhaft positive Kulturarbeit; leistenden Institut bekannt zu machten1; hat doch1 der Vertreter der- Regierungsmehrheit im Kultusvorstäridy die vornehmlich religio s e n! Bibelschülen und den1 IJ tu g e m d1 g o 11 e s d i e n s t als die wichtigsten Garantien! der Erhaltung des Judentums dargestellt, während wir wissen, daß) das Judentum1 eine weltliche mi a t i o W a 1 e G e m e in s c h1 a f t sein wird' oder nicht} sein) wird. (Weltliche; Prinzipien, sindies, von welchen —i — wie Direktor; Dr. Kellner ausführte — die Erziehungsarbeit des jüdischen Realgymnasiums ausgeht. Das Chajesrealgymnasiiüm jst eine nationale und1 zionistische iGesimnungsschüle. Sie geht von! der Einheit des jüdischem Volkes in Zeit und Raum' aus. Sie hat die Aufgabe, den! Schülern' jüdische Kulturwerte eu lübtermiittelni lund ihnen; so von dieser Basis; aus eine richtige Einstellung zur Welt zu ermöglichen. Als das wichtigste) Instrument dieser Erziehungsarbeit! wird der Unterricht der lebendigen hebräischen Sprache, der Bibel'als nationales Kulturdoküment, der falmüdischeni Literatur und der modernen hebräischen) Literatur'betrachtet; ob die Vernachlässigung der jiddischem Kulturwerte nicht izu jenem1 Prinzip der jüdischen Kultureinheit in gewissem Widerspruch steht, diese Frage mag auch hier vermerkt werden. Das Unterrichtsziel im hebräischen! Lehrfach ist jedenfalls^ die Schüler produktiv »mit der hebräischen Spräche zu verbinden, sie zu Trägern eines maximalen! Judentums und den europäischen1 Kulturwerte zu erziehen, in ihnen die Synthese zwischen den n a ti onalen Elementen desi Judentums zu ermöglichen'. Darüber 'hinaus sollen] sich1 die Schüler der Einheit des 'Judentums im Raum] bewußt werden, sie sollen sich! als Glieder eines jüdischen! Volkes empfinden. Sie sollen das Gefühl der Verantwortlichkeit für das Schicksal lurid alle; weltlich-sozialen Aufgaben des Judentums erhalten'. Der Vorzug der Schule besteht mäch der Meinlung Dr. Kellners darin1, daßi die Schüler sie als ihr eigenes Institut betrachten und so einen' Antrieb zun, Steigerurig ihrer Leistungen erhalten'. Vielleicht wird man! 'bei einer solchen nationa* lern Schule befürchten,, daß die Schüler zu nationalem! Ch'äuvinlisrnus erzogen werden; diese Gefahr besteht bteimi Chajesrealgymnasium nicht, .nicht zuletzt auch deshalb, weil eim nicht unwesentlicher Teil der Lehrerschaft isich zur sozialistischen Idee bekennt wnd der spiritus recton der Anstalt — Herr Direktor Kellner — jenem! von Martin Buber beeinflußten Kreise des deutschen Zionismus angehört, dessen Vertreten immer an der Kampffront um einen sozialen und pazi- »fisrjsch'eni Zionismus standen. 'Nun einige Daten. Die Anstalt würde als erste dieser Art im Mitteleuropa vor 12 Jahren mit einen, Klasse gegründet, zählt heute 9 Klassen (1 Parallelklasse) nnd wird von 300 Schülern besucht. Ein Drit-, tel dieser Schüler sind Mädchen, da die Anstalt von| Anfang jan aufi(dem Standpunkt der Koedukation stände der sich übrigens auch glänzend bewährt hat. Arn der Schule wirkeni 28 Lehrer, davon 12 Interne, und einige Nichtjuden. Das Monatsbudget der Anstalt beträgt 12.000 Schilling, die Einnahmen gliedern sich wie folgt: S 5500 Schulgeld1, S 3000 Kultusgem (ei n d e, S 1500 der Verein der Freunde des Realgymnasiums, S 2000 sind immer in Schwebe, was natürlich eine finanzielle Dauerkrise für das Institut bjedeutet. Anschließend an die Erteilung der Informationen fchirtih' Herrn Direktor, Kellner durften wir am' Unterricht in einigem Klassen teilnehmen; wir konnten uns überzeugen, daßi jener neue Geist, der heute das) Schulwesen im Wien beherrscht, auch im1 jüdischem Realgymnasium Eingang gefunden! 'hat, daß auch hier Unterrichten ein: gemeinsames! Erarbeiten von Lehren und Schüler bedeutet. So können wir unseren Freundem iund Genossen mit gutem Gewissen raten, ihre Kinder dem1 jüdischem Realgymnasium, das. Oeffentich'keitsrecht 'besitzt und' sich' bei den' Schulb'eh'ördem höchstem Ansehens erfreut, anzuvertrauen. Alle ab,er mögen dem Verein: der Freunde des jüdischen 'Realgymnasxums 'beitreten, und so jenes Institut fördern, das ein wichtiges Mittel der Erhältung und Verweltliidhüng des Judentums darstellt. Dr. M. P. Aus Palästina (J. A. B.) Einwanderung und Arbeitsiharkt. Wie das Jewish Agency-Bulletin meldet, wanderten im März 1931: 771 Juden nach Palästina ein, während in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres zusammen nur 303 Einwanderer in das Land gekommen waren. Von diesen Einwanderern kam die Mehrzahl, 636, auf Grund von Zertifikaten der Jewish Agency, 103 als Verwandte und 32 als Einwanderer mit eigenen, Mitteln. Von den Einwandererin stam'mten 519 aus Polen, 69 aus Rußland, 26 aus den Vereinigten Staaten, der>Rest aus anderen Ländern. Die Zahl der jüdischen Arbeitslosen in den Pflanzungskolonien betrug Mitte April etwa 1000, von denen 300 in Petach Tjkwa waren, wo nach einer in letzter Zeit durchgeführten Statistik 507 Juden und 623 Araber arbeiten. Eine Erleichterung der Lage auf dem Arbeits!; markt" dürfte durch demnächst beginnende Bewässerungsarbeiten erfolgen, außerdem' wird hoffentlich die seit langem1 abgebrochene,;---für die Entwicklung des1 Scharon äußerst wichtige Chaussee von Petach. Tikwa nach dem Norden weitergebaut werden. Besonders1 schlecht ist die Lage. in Benjamina, wo die meisten.'jüdischen Arbeiter bei der Pica beschäftigt waren, die ihre Tätigkeit sehr eingeschränkt hat. Der Bau von 25 Häusern in Pardeß Anna und bei der Gesellschaft „Hadar" wird jedoch die Notlage erleichtern. Auch bei Rechowoth wird mit dem1 Bau von 60 Häusern für Jemenitenfamilien begonnen werden. Was die Städte anlangt, so ist die ungünstigste Lage in Haifa, wo es 560 jüdische Arbeitslose gibt, von denen ein Teil seit einer Reihe von Monaten arbeitslos ist und wo auch die Lage der Handwerker eine gedrückte ist. Die Einwirkungen der Weltwirtschaftskrise .sind in Haifa spürbarer als in anderen Orten Palästinas und die schlechte Lage in der nichtjüdischen Bevölkerung wirkt auch auf die Juden zurück. Die durch Dürre und Mäuseplage leidende landwirtschaftliche Umgebung Haifas' sieht auch1 die Stadt in Mitleidenschaft. Der Haferbau hat bisher nicht die erwartete günstige Wirkung auf die Wirtschaftslage in Haifa gehabt, da die meisten Bestellungen für den Haferbau ins AusTand gehen und die beim Bau befindlichen Arbeiter aus den Dörfern stammen, ihr Geld also nicht in Haifa ausgeben. Im Bauwesen sind zurzeit nur 238 Juden und 185 Araber beischäftigt Weder in der Industrie noch bei den Regierungsarbeiten ist eine wesentliche Aenderung zu verzeichnen, dagegen hat der Bau der Schechunath Owdim begonnen. In Jerusalem ist die Situation weniger drückend als in Haifa, wozu auch der Fremdenstrom! beiträgt, obwohl er dieses Jahr schwächer war als früher. Die jüngst durchgeführte Arbeiterzählung zeigte, daß auch heute noch eine ziemlich starke Baubewegung in Jerusalem' besteht: 1131 jüdische Arbeiter, von denen zirka 500 den orientalischjüdischen Gemeinden angehören, waren im1 März bei Bauarbeiten beschäftigt, wozu noch 680 arabische Arbeiter kommen. Die meisten Bauten werden jedoch im Laufe der nächsten Monate beendet werden "und die Aussichten für den Beginn neuer Bauten sind gering. Der Bau des jüdischen Blindeninstitutes, des Rockefeller-Museums, des arabischen Lehrerseminars und christlicher Institutionen wird auch eine Reihe jüdischer Arbeiter beschäftigen. Der Bau "für das Judaistische Institut der Hebräischen Universität verzögert sich noch immer, da die Baupläne noch niehf bestätigt sind. Die Gesamtzahl der jüdischen Arbeitslosen Jerusalems1 beträgt zirka 300. In Tel-Avjv beträgt die Zahl der Arbeitslosen seit langem etwa 400. Die Lage ist ungünstig, aber nicht besorgniserregend, da die wohlhabende Umgebung und die sich verstärkende Bautätigkeit, ferner die Erweiterung der Schechunath Owdim1 günstige Faktoren der Entwicklung darstellen. Im Emek Jesreel und im Unteren Galiläa sind zirka 300 jüdische Arbeiter provisorisch in öffentlichen Arbeiten tätig. Wenn mit der Fortsetzung des Baues der Chaussee Kfar Tabor-Jawneel und mit dem Bau der neuen jüdischen Schechunäh in Safed begonnen werden wird, so wird sich die Lage in diesem Gebiete fühlbar bessern. Schechunath Owdim Tel-AviV. Der Plan der Erweiterung der im Norden Tel-Avivs gelegenen Arbeitervorstadt hat in letzter Zeit Fortschritte gemacht. Es gelang, dem „Merkas Ieschechunoth Owdim",, mit der Versicherungsgesellschaft „Union de. Geneve" zu einem Abkommen zu gelangen, auf .Grund dessen die Gesellschaft mindestens 30 Presonen ein Darlehen von je 175 Pfund für den Bau eines Hauses gegen Eingehung einer Versicherung in doppelter Höhe seitens des Darlehensnehmers zu geben verpflichtet. Der von den Siedlern gekaufte Boden wird dem Keren Kajemeth übereignet, der den Kaufpreis den Siedlern in 10 Jahresraten erstattet. Auf Grund der Abmachungen mit der „Union de Geneve" muß diese mit dem Bau der Häuser bis zum 1. Juli d. J. beiginnen. Auf Grund dieser Regelungen hat der Siedler für die Parzelle von 500 Quadratmeter, das; Haus mit zwei Zimmern, gedeckter Veranda, Küche und Nebengelaß monatlich nur Pfund 1.80 zu zahlen. Häuserbau in Petach Tikwjah. In Petach Tikwah wird demnächst mit dem Bau von zwei Häusern für ledige Koloniearbeiter begonnen werden, von denen jedes 20 Zimmer für 2 bis 3 Personen enthält. Die Initiative zu dieser Aktion ging von der Jewish Agency aus, auf deren Vorschlag; der Keren Kajemeth das Grundstück erwarb. Die Deckung der Unkosten in Höhe von 2400 Pfund erfolgt zur Hälfte zur Hälfte durch die Hypoftheken- und Anleihenbank, zur anderen Hälfte durch einen vom amerikanischen Arbeiterring der Histadruth zur Verfügung gestellten Betrag. „Hamaschibir," im März. Der Umsatz des „Maschbir Merkasi" im Monat März betrug 5631 Pfund gegenüber einem veranschlagten Betrag von nur 3400 Pfund. Die Hauptkäufer waren: die kooiperativen landwirtschaftlichen Siedlungen, die Konsumgenossenschaften und die Koojperativgruppen in den Kolonien. Von den durch den Maschbir eingekauften Waren sind 60 Prozent Tozereth Haaretz. Der Maschbir ist u. ,a. Agent folgender Firmen: Imperial Chemical Industries Ltd., London, Vacuum Oil Co., „Shemen" Ltd. Haifa Cooperative Wholesale Society, Manchester. Unter den Kunden des Maschbir befinden sich die Palästinaregierung und die Beiruter Universität. : Jewisäi Agen.cy und Ersparun;gsiK<)!mlmis^ion dejr Regierung. Am 17. April hatten die Herren Col. Kisch und Doktor" Senator von der Exekutive der Jewish Agency und die Herren Ben Zwi, Elmaliach und Dr. Kaznelson von der Exekutive des Waad Leumi eine anderthalbstündige Unterredung mit der zurzeit im Lande weilenden Ersparniskommission der Palästinaregierung (O'Donell-Korhmission). Col. Kisch fungierte als Sprecher der jüdischen Seite. Erörtert wurden Fragen der efficiency des Regierungsapparates und seiner Eignung für die mit dem1 jüdischen Aufbauwerk verbundenen Angelegenheiten sowie Fragen der Administrationsspesen;. Erörtert wurden ferner folgende Angelegenheiten: Erziehung geeigneter Beamten aus den Landeseinwohnern, Zusammensetzung der Polizei, Hinzuziehung von Vertretern der Bevölkerung für die Regierungs'kommissiönen für Eisenbahnen, Wegenetz, Industrie, und Handel, Einwohnerzensus i sw., Notwendigkeit von Regierungstnaßnahmen für die allgemeine Landesentwicklung, besonders die der Wasserkräfte, Schaffung von Agrarkredit und Förderung der Kooperativbewegung. Die jüdische Delegation wies auf die Entwicklung der Industrie hin und verlangte die Schaffung einer Abteilung der Regierung lür Handel und Industrie. Es wurden ferner Fragen der jüdischen und arabischen Arbeit bei Regierungsunternehmungen erörtert und der Standpunkt der Juden auseinandergesetzt, daß das Lebensniveau des arabischen Arbeiters gehoben werden müsse, das* des jüdischen Arbeiters jedoch nicht unter sein kulturelles Niveau herabgedrückt werden dürfe. Die Delegation verlangte die Beschäftigung jüdischer Arbeiter in entsprechendem Ausmaß bei Arbeiten der Regierung und der Stadtverwaltungen. Die Delegation betonte ferner die Notwendigkeit einer Arbeiterschutzgesetzgebung und der Vergrößerung des Regierungsbudgets für Gesundheits- und Erziehungszwecke. Die Delegation berichtete über die bisherige Tätigkeit der Juden auf diesen Gebieten und informierte die Kommission über den Entschluß der Jewish Agency, ihre Geldmittel in immer steigendem Maße wirtschaftlichen Zwecken zuzuführen, während sie für die sozialen Bedürfnisse des1 Jischuw die zunehmende Unterstützung der Regierung in Anspruch nehmen müsse. Eine arabische Bauearn'kkmfefceitz. Am 9. April fand im Dorf Terschiha eine Konferenz arabischer Tabakpflanzer aus den Bezirken A'kko und Safed statt. Es wurde beschlossen, eine Organisation der Tabakpflanzer dieser Bezirke zu gründen, eine Reihe von arabischen Zigarettenfabriken wegen ihrer unfreundlichen Haltung gegenüber den palästinensischen Tabakpflanzern zu boykottieren und ihre Waren nicht zu rauchen, die Arabische Exekutive und andere arabische Organisationen um Hilfe für die Tabakpflanzer anzugehen und Schritte zur Förderung des Exportes von Palästinatabak bei der Regierung zu ergreifen. Aus Chedera. Die Jüdische Arbeiterorganisation in Chedera veran* staltete am 16. April eine Arbeiterzählung in den Orangenpflanzungen Chederas. Es wurden die Arbeiter in 1004

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