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Der Jüdische Arbeiter · 1930-04-29 · Heft 9 (29.4.1930) · page 3

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Journal
Der Jüdische Arbeiter
Volume
7 (1930)
Issue
Heft 9 (29.4.1930)
Date
1930-04-29
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Der jüdische Arbeiter Seite 3. Juden im Kapitalismus. Von Klara Blum. Der Roman der jüdischen Bürgerfamilie ist schon uft geschrieben worden. Oft und oft haben Kenner des jüdisch-bourgeoisen Milieus sein reiches Material an Humor und Sentimentalität in allen Einzelheiten weitschweifiger Schilderungen ausgekostet und ausgebeutet. In dem neuen Roman Ludwig Hatvany's (Bondy jun., Drei- Masken-Verlag, München), aber erscheinen die wohlbekannten Szenen jüdischer Familienkomik und Familicntragilfe schärfer, knapper umrissen, deutlicher gekennzeichnet durch einen Geschmack von historischer Bitterkeit und Bedeutsamkeit. Und das ist es, was sein Buch besonders für uns jüdische Sozialisten zum werlvollen Dokument macht: nicht seine klare Beobachtung dieser Szenen und Typen, nicht die künstlerische Gestaltung privaten Schicksals, sondern sein Wissen um das jüdische Bürgertum als Erscheinungsform im materialistisch g e s e h e n e n G e s c h i c h t s a b 1 a u f. Eine Erscheinungsform, deren angespannte Härte zu der Schmalzigkeit ihrer äußeren Atmosphäre im schärfsten Widerspruch steht: der harte und produktive Trotz des Unterdrückten von gestern und Ueberlegenen von heute. Im ungarischen Frühkapitalismus vollzieht sich der Aufstieg der Familie Bondy vier Generationen hindurch, Hatvany schildert den Urgroßvater,, der gegen Ende des 18. Jahrhunderts von Mähren nach Miskolcz auswandert, ein kleiner, abgequälter, schlauer Hausierer, der die bisher von seinen ungarischen Glaubensgenossen noch wenig beachteten Möglichkeiten des Getreidewuchers entdeckt und so die Dynastie der Getreidehändlcr Bondy begründet. Der Reichtum wächst. Der Enkel des armen Hausierers ist bereits ein Vollblutbourgeois, Geld- und Saftmensch, Literaturkenner, Fortschrittler und zugleich Familientyrann und despotischer Firmenchef. Er bricht mit der Tradition des altvaterischen »Kontors«, übersiedelt nach Fest, kauft ein offenes Geschäft. Besser als jeder andere durchschaut er die dramatischen Geheimnisse der Spekulation, er sieht Zusammenbrüche als erster voraus, er beherrscht wie kein anderer die Strategie des Börsenspiels. Die Gehetztheit und geduckte Schlauheit seines hausierenden Großvaters kehrt in seinem Seelen leben als eine Besessenheit von rücksichtsloser Geldgier und genialem Geschäftssinn wieder. Aber in der Entwicklung des Juden Hermann Bondy zu diesem Harten, siegreichen Kapitalisten hat noch ein ganz besonderes Erlebnis entscheidend mitgespielt... Auch ihm war es früher einmal mit den Ideen von Fortschritt und Freiheit sehr ernst gewesen. Wie alle Juden hatte er den revolutionären Gedanken von 1848 mit blitzschneller Begeisterung verstanden. Aber er mußte erleben, daß die erste Großtat der revolutionären Menge darin bestand, ihm, dem schuldlosen Juden, die Fensterscheiben einzuschlagen. Von nun an steht Hermann Bondy der Idee der Freiheit skeptisch gegenüber, er weiß, daß es für ihn nur eine reale Errungenschaft des Fortschrittes gibt: den Profit... Auch Sigi, sein jüngster Sohn, der Titelheld des Romanes, macht eine ähnliche Entwicklung durch. Frühzeitig schon steckt in ihm ein kleiner Händlergeist, die Freude an listiger Wachsamkeit, am Rechnen und Feilschen. Aber in seiner nervösen Häßlichkeit ist er viel mehr, Ghettokind als sein Vater und gerade das treibt ihn, die »verlorene Schönheit« zu suchen, treibt ihn auf romantische Seitenwege. Er berauscht sich an den Deklamationen des ungarischen Patriotismus, er wirbt um die Freundschaft seiner antisemitischen Mitschüler, er versucht sich literarisch zu betätigen, er quält sich — immer wieder um die Befriedigung betrogen -- in erotischen Schwärmereien1 ab. Bis er mit 17, 18 Jahren wieder -iu dem zurückfindet, was dem verachteten Juden als einzige Waffe gelassen wird: Rechnen, Handeln, der Rausch der Spekulation, der Sieg des Geldverdienens. Sigis Rückkehr in die ökonomische Welt vollzieht sich auf besondere Art. Einmal, zufällig, ist er Zeuge eines Gespräches zwischen seinem alten Vater und einem deutschen Argronomen, der auf dem Pachtgut seines Schwagers angestellt ist. In seiner etwas umständlichen Art versucht der Deutsche den Leuten die modernen Landwirtschaftsmethodeu zu erklären, die Notwendigkeit der Intensivierung und Industrialisierung. Schon während seines Vortrages fühlt er selbst, daß seine Erklärungen in diesem rückständigen ungarischen Milieu zumindest sehr t verfrüht sind und unmöglich etwas anderes ernten kön- , neu, als Mißtrauen und Spotl. Aber er irrt. Der kleine Sigi . hat ihn verstanden. Mit dem alten, unheimlich geschärf- ' ten Spürsinn des Juden für alles was Verbesserung und 'Fortschritt ist, jenem Spürsinn, der schon seinen Urgroßj vater und seinen Vater zu Vertretern neuer Wirtschaftsperioden machte, hat er blitzschnell die unendlichen Zah- 1 lenkolonnen, der neuen Möglichkeiten, den kalten Zauber [der Rationalisierung erfaßt. Es halt inen nicht länger in Pest. Er nimmt einen Posten in Berlin an, reist westwärts, mitten hinein in. die moderne Wirtschaft... Der Roman schließt in den Siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Er sehließt in einer Periode des Mittelkapitalismus und gewährt noch keinen Ausblick, sei es allgemeiner oder persönlicher Art, über den Kapitalismus hinaus. Aber mit der Meisterschaft sozialer und psychologischer Uebersicht löst er den scheinbaren Widerspruch in der historischen Rolle des Juden, der von Volk und Wissenschaft bald als der Vertreter des Kapitalismus ,bald des Sozialismus bezeichnet wird. Immer ist d e r J u de eben d-e r voran eilende Repräse ntant der k o m in ende n W i r t s c h a f t s p e r i o - d c n„ d er neuen Z e i t e n, aus Profitgier, wie aus revolutionärem Geist immer wieder der alte Pionier. Er ist der Vollblutkapitalist, aber nur dem Feudalismus gegenüber, so wie er dem Bürgertum gegenüber der hundertprozentige Marxist ist. Seine Gcldanbetung, wie sie Karl Marx ihm vorwirft, hat einen revolutionären Sinn: .das Geld war eine klassenkäinpferische Waffe gegen die Privilegien des Adels, genau so, wie heute die proletarische Organisation gegen die Privilegien des Geldes. Und wie schwer hat man ihm seine revolutionäre Gesinnung gemacht, Wie wurde er immer wieder aus der Gemeinschaft des Kampfes zurückgestoßen in die Einsamkeit des. Profites. So schildert Hatvany das Jahr 1848: »Vergeblich schlug die Menge die Fenster der Judenläden ein, um gleichsam wohlwollend klar zu mächen: dieser Freiheitskampf gilt nicht eurer Freiheit! Derselbe Jude, dem bisher als einziges Lebensgut bei Knechtung und Verachtung der bare Profit blieb, warf Profit und Leben und alles für die Freiheit hin, an der nunmehr alle Erniedrigten der Welt — gerade die Juden ausgenommen teilhaben sollten.« Das aber ist die entscheidende Kraft des Judentums: das Erlebnis des erlittenen Unrechts umschlagen zu lassen in trotzige Menschenkenntnis und Weitkenntnis, in, zähen geistesflinken Spürsinn, der den Fortschritt immer um ein paar Marschlängen vor den anderen vorausahnt und so den Juden befähigt, als Pionier zu leiden und zu siegen. „HECHAIU Z". DAS ORGAN DES ÖSTERR. CHALUZVERBANDES , erscheint am 1. Mai als Doppelnummer Bestellungen und Abonnements nimmt entgegen: Hechaluz, I., Kärntnerstraße. Abonnementgebühr: S 5.— jährlich. Unsere Genossen in Palästina. Unsere Olim schreiben uns recht fleißig. Sie haben sich bereits im Land eingeordnet. Zwei Genossen arbeiten in der Kwuzah des russischen und litauischen Haschomer Hazair in Kineret, der sich im Gegensatz zur Haltung der übrigen Teile des Haschomer zur jüdischen Arbeiterpartei bekennt. Die anderen Genossen arbeitenin der vereinigten Arbeitsgenossenschaft in Rischon le Zion, wo sich überhaupt die österreichische Alija konzentrieren wird. Palästina. Anzeichen neuer Wohnungsspekulation in Tel-Aviv. Die Hausbesitzer in Tel-Aviv haben den Mietpreis für Wohnungen, der schon sowieso genug hodi ist, noch mehr gesteigert. Die Arbeiterschaft in Tel-Aviv, die 14 ihres Lohnes für Miete entrichten muß, begann mit der Organisierung der Mieter, um die unmoralische Spekulation, die wirtschaftlich höchst unberechtigt ist, zu bekämpfen. Die Tatsache, daß neue Einwanderer und 'viele Juden ihre Wohnungen und Geschäfte aus Jaffa nach Tel- Aviv verlegt haben, kann die Mietzinssteigerung gar nicht entschuldigen, da doch die Lebensmittelpreise gar nicht gestiegen sind und die Häuserbesteuerung in diesem Jahre sogar noch eine Ermäßigung erfahren hat. Aus diesem Grunde hat der Arbeiterrat beschlossen, die Spekulation der Hausbesitzer zu bekämpfen. Es ist klar, daß unsere wichtigste Aufgabe ist, neue Arbeiterviertel auf Nationalboden in Tel-Aviv zu errichten. Die Unzufriedenheit mit der Verwaltung in Tel-Aviv. Die bürgerliche Mehrheit der Stadtverwaltung vernachlässigt ständig die munizipalen Rechte der jüdischen Stadt. Aus diesem Grunde ist der Tel-Aviver Arbeiterrat zu einer Beratung, zusammengetreten,' an der sich auch die Vertreter der gewerkschaftlichen Vereine, der Fabrikskomitees, der Kooperativen und Kollektiven beteiligt haben. Bei der Sitzung wurde festgestellt, daß der Magistrat der Stadt immer mehr reaktionäre Methoden einführt, die die Stadt und ihre Einwohner auf allen Gebieten des munizipalen Lebens schwer schädigen. Die Arbeiterschaft ist entschlossen, weiter um die demokratische Konstitution der Stadt und um die Abschaffung des herrschenden reaktionären . Wahlzensus, für progressive Besteuerung und Wiedereinführung kostenlosen Unterrichts, zu kämpfen. Ferner verlangt die Arbeiterschaft die Hilfe der Stadtverwaltung beim Bau von Wohnungen für die arbeitende Bevölkerung und bei der Konsolidierung der allgemein wirtschaftlichen Lage der Stadt. Die Regierung gegen die Solidarität der jüdischen und i______.............. arabischen Arbeiter.. 1 Anläßlich der Bemühungen des Arbeiterates in Jerusalem die bisher unbeschränkte Arbeitszeit der arabischen Arbeiter beim Bau des Hauses des Oberkommissärs herabzusetzen, führte die Polizei Hausdurchsuchungen bei mehreren Mitgliedern der Histadruth durch. Die halbe Stunde, um die die Arbeitszeit verkürzt wurde, läßt der Polizei scheinbar keine Ruhe. Es ist klar, daß die Histadruth ihre Bemühungen, die Lage der arabischen Arbeiter zu verbessern, diesen polizeilichen Verfolgungen zuliebe jkeineswegs aufgeben wird. Bei den arabischen Arbeitern, j Der Aufseher der arabischen Tabakfabrik »Mavruk« hat einen Jugendlichen hinausgeworfen, weil er aufgefordert hat, in die arabische Arbeiterorganisation einzutreten. Das hat unter den arabischen Arbeitern Aufregung hervorgerufen. — Der arabische Arbeiterverein ist aus dem Verbände, der auf der Haifaer Konferenz geschaffen wurde, ausgetreten. schwemmt, in der die lebhaften Gesichter von Handlungsgehilfen und anderen Angestellten auftauchten. Das ßild belebten Scharen bleicher, weißgekleideter, mit roten Bändern, geschmückter Arbeite'rmädchen und * kleine Gruppen elegant gekleideter Damen. Die Marszalkowska war von allen Seiten abgeschlossen. Bei der in sie einmündenden Krolewskagasse, in der Nähe des Sächsischen Gartens, stand eine schwerbewafficie, durch berittene Kosaken verstärkte Militärpatrouille. Dasselbe Bild bot sich am anderen Ende, beim Wiener Bahnhof. Alle Seitengassen und Durchhäuser waren mit miem Male durch Patrouillen abgesperrt. Die Hausbesorger hatten strengsten Befehl, die Durchhäuser und sämtiehe Tore geschlossen zu hallen. In vielen Höfen waren Kosakenäbteilungen versteckt; jeder Reiter hielt eine Naliüka oder einen Revolver in der Hand. Die üeschäftsläden waren geschlossen. Die stummen Schaufenster mit den herabgelassenen Rollbalken, die versperrten Haustore bildeten die eiserne Mauer des langen Gefängnisganges, in den sich die breite Straße jetzt verwandelt hatte. Sie hielt die festlich gekleidete Menge gefangen, für die es keinen Weg zur Flucht mehr gab. Auf den Gesichtern der Menschen 'lag Unruhe und Erwartung, aber auch entschlossene Kampflust, clie jeder einzelne spürte. Selbstverständlich war auch Rachel-Leje schon vom frühen Morgen an zusammen mit ihren Kindern auf der Marszalkowska. in ihrem Hause war der l. Mai ein traditioneller Familienfesttag. Der Lehrer tat natürlich nie mit, und auch diesmal hatte er wie jedes Jahr allerhand Gründe ins Treffen geführt,, um seine Familie von der Teilnahme an der Demonstration abzuhalten. Doch am L Mai war Hurwitz machtlos; er ließ seine Frau gewähren, denn er wußte, daß er gegen ihren Willen nicht aufkommen konnte, Am Vorabend hatte Rachel-Leje ihre große Wäsche mit Seife und Soda und auch die sonst dem Freitag und großen Feiertagen vorbehaltene Haarwaschung bei sich und ihren Töchtern vorgenommen. Jetzt leuchteten rote Bänder in Helenes und Soschas Haarflechten. Für solchen Schmuck betrachtete sich Rachel-Leje schon als zu alt, doch sie hatte ihr bestes Kleid, das dunkle Kostüm, angelegt und trug dem Festtag zu Ehren den Hut mit der grauen Feder, den Helene, in solchen Dingen überaus geschickt, jedes Jahr vor dem K Mai modernisierte und mit einem neuen schwarzen Band putzte. An der Brust aber trug Rachel-Leje, wie ein Ritter seine Farben, die rote Nelke, die Mirkin ihr dem Festtag zu Ehren gebracht hatte. Dem Gymnasiasten David hatte die Mutter noch spät am Abend die Hosen geflickt und die Schuhe geschmiert, um die Risse im Oberleder zu verbergen; statt der Gymnasiastenmütze, die ihn verraten konnte, bekam er diesmal einen weichen Hut. Der Schachliner. itschele und die anderen Bewohner der »Hochschule« mußten natürlich auch mithalten; sie hatten sich ihren Gruppen angeschlossen, ebenso wie der Gymnasiast, der mit der Mutter fortgegangen, aber sehr bald verschwunden war. So ging denn Rachel-Leje mit ihren beiden Töchtern; hart hinter ihnen hielt sich Mirkin, berauscht von der Neugierde auf das Kommende... Zunächst herrscht noch Totenstille auf der Marszalkowska. Die Menge bewegt sich auf den Gehsteigen auf und ab, als ginge sie spazieren, und w»agt nicht die Fahrbahn zu betreten und die Straßenbreite einzunehmen, auf der die Schutzleute und Militärpatrouillen sich befinden.- Auch die Polizei rührt sich nicht von dem ihr anbefohlenen Standort. Scjhütter über die unheimlich stille, feiernde Straße verteilt, scheint die Mannschaft lähmende Angst vor dieser Leere zu empfinden: Furcht blickt aus ihren Augen und Gesichtern. Polizeiinspektoren mit blutunterlaufenem Nacken und Hals stehen nervös mit geröteten Gesichtern auf ihren Posten; es macht den Eindruck, als müßten die schweren, dicken Körper in der engen Uniform jeden Augenblick, vor Erregung vom Schlage gerührt, umsinken. Die Schutzleute haben unruhige, bekümmerte Gesichter; ihre Mienen sind einfältig starr wie bei Rindern, die zur Schlachtbank geführt werden. Sie scheinen nur daran zu denken, wie sie so rasch , als möglich über diesen Tag hinwegkommen könnten. Die Militärpatrouillen schreiten gelangweilt mit steifen, hölzernen Schritten über das Pflaster, betrachten mit militärischem Gleichmu die bewegten Massen und zeigen schüchtern lächelnd ihre weißen Zähne. So wagt kein Teil den andern anzugreifen und das vom Gegner besetzte Gebiet zu betreten. Bald aber bildet sich an einer Stelle des Gehsteiges ein dichter Menschenknäuel. Dieser Punkt, wird dunkler und lebhafter. In dem Gewirr der aneinander gedrängten Leiber und Köpfe entfaltet jemand ein rotes Tuch, das er unter dem Rock hervorgezogen hat, und mit ernstem Gesang, der wie ein Begräbnislied klingt, mij: Geschrei aus ängstlich erregten Kehlen und Herzen drängt "der dicht zusammengepreßte Haufe auf die freie Fahrstraße, Hände schlingen sich ineinander, Arme schieben sich in ' Arme, Leiber pressen sich an Leiber, als wollte einer beim andern Schutz suchen: »Ihre Farbe, sie ist rot, Denn an ihr klebt Arbeiterblut...« steigt es schüchtern aus dem kleinen Zuge. Von den Gehsteigen strömt die Menge herbei und läuft auf die Gruppe zu, aus der Gesang dringt, um sich den Reihen, die sich bilden, anzuschließen. Im Lauf entfaltet jemand eine zweite rote Fahne. Singend — doch die ..Worte sind nicht zu verstehen und das Lied klingt wie ein Schrei.— eilt alles hastig zu den Demonstranten,.

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