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Der Jüdische Arbeiter · 1930-03-28 · Heft 7 (28.3.1930) · page 3

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Journal
Der Jüdische Arbeiter
Volume
7 (1930)
Issue
Heft 7 (28.3.1930)
Date
1930-03-28
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Der jüdische Arbeiter Seite 3. Diesen neuen Bedingungen mußte sich die Organisation der Konsumentenorganisationen anpassen und lokale ..Konsumvereine gründen. Der MäSchbir hat dieser Notwendigkeit nicht rechtzeitig Rechnung getragen. Das hat die Entwicklung der Konsumentenbeweguug verlangsamt, schließlich hat aber diese den richtigen We<* gefunden: das Ne'tz von lokalen Konsumvereinen wird weiter ausgebaut. Niehl bloß die Verteilung von 'Gebrauchsartikeln unter die Verbraucher war das Ziel des Maschbir, sondern auch die Organisation des Verkaufs der Produktc der proletariscli-gerneinwirtschaftlichen Produktion im Lande. Das war eine Lebensnotwendigkeit für die Arbeiterwirtschaften, die sich keinen Verkaufsapparat schaffen konnten. Es war daher ein großes Verdienst des Maschbir, daß er den Verkauf der landwirtschaftlichen Produkte i Milch, Früchte. Weintrauben usw. zu organisieren begirun,* und ihn auf eine Stufe gebracht'hat, die es ermöglicht hat, ihn zum Zweck einer eigenen kooperativen Verkaufsorganisation zu machen" der Verkaufsgenpssenschaft „Tenuvah". Die Aenderung der Möglichkeiten und Bedingungen der Arbeiterproduktion ist aus folgender Tabelle zu ersehen; Milch und . verschiedene Milchprodukte wurden verkauft: im. Jahre Liter Pfund 5581 96.000 5.450 5682 * 225.000 10.500 5683' 430.000 13.000 5684 '740.000 '- 19.650 5685 1,131.000 35.300 6586 1,330.000 41.500 5687 1,730.000 46.700 5689; 2,185.000 53.600 Der Umsatz au Gemüse betrug im Jahre 1024.'25. 4900 Pf., 1925/26 7800 Pf., 1926/27 11.500" Pf. und 1927/28 16.800'Pf. Die Zahl der selbständigen landwirtschaftlichen Siedlungen ist gewachsen. Im Emek sind1 nahezu 20 kollektive .und individitalistisclie Arbeitersiedlungen entstanden- Dort wie in den städtischen Arbeitersiedlungen gibt es schon Arbeiterkonsumve^ine. Der Hamaschbir sieht jetzt klar, daß es seine. Aufgabe ist, die lokalen Konsumgenossenschaften .zu fördern und für. sie die Funktion einer Großeinkaufsgenossenschaft auszuüben; in Verbindung mit dem Vorstand deivriistadruth bemüht ersuch den Prozeß'zu beschleunigen mnd dei Initiative 'der Arbeiter,.die neue Konsumvereine gründen wollen, zu ermutigen'. 'A. Sin. Budgetberatung in der Jüdischen Gemeinde. Nach dreimonatlichen Provisorium kam es endlich zur Beratung des Voranschlages 1930. Der Rechnungsabschluß des Jahres 1929 zeitigte wesentlich bessere Ergebnisse als das Präliminare dieses Jahres. Insgesamt wurden iini 651.000 Schillinge mehr vereinnahmt als vorausgesehen war,'es steigerten sich auch die Ausgaben, jedoch nicht in gleicher Höhe, so daß eimmerhin um 371.225'S besser abgeschnitten wurde als präliminiert war. Dadurch konnte das Defizit der letzten Verw.altungsjahre erheblich abgebaut werden und ein Voranschlag 1930 erstellt werden, der wesentlich günstiger ist als der vorhergehende. Das Budget 1930 sieht Einnahmen von' 5,984.000 S und Ausgaben von 6,205.000 S vor, so daß ein Defizit von.221.000 Schilling präliminiert "erscheint. Nach dem Ergebnis des letzten Jahres'ist aber zu hoffen, daß .auch .in diesem Jahre das noch verbliebene Defizit aus der lau [enden Verwaltung weiter wird abgetragen werden können. Die einzelnen Budgetabschnitte weisen Veränderungen gegen früher auf. Das Fürsorgekapitel trägt der* begossenen Reform der Zentralisierung Rechnung, im Uhterrichtswesen wird entsprechend der geforderten planmäßigen Erhöhung ein Mehrbetrag ausgeworfen, endlich erhalten die Vereinsbethäuser um 40.000 S mehr. In der Generaldebatte sprach für den Klub des Verbandes sozialistischer Juden Gen. Mendel Singer. Er hob hervor, daß die Gemeinde vor allem*sich um das Wohl der jüdischen Bevölkerung kümmern müsse, für die Bedürfnisse derselben eingerichtet werden müsst;. Für die Anstalten der Gemeinden müsse öffentlich geworben werden. Die Frage des. Bundcszuschusses erörterte unser Genosse eingehend, er hob hervor, daß die Gemeinde eine Massenaktion der Judenschaft entfalten müsse, wenn sie Erfolg haben vviollen und sich nicht aufs bloße Verhandeln verlegen dürfe. In breiter Erörterung der Wahlrechtsfrage '.erpflückte Gen. Singer die 60-Groschen-Argumentne der Wahlrechtsfeinde. Auf die Palästina-Widmung eingehend, 10b erhervor, daß es vor allem darauf ankomme, aus welcher Gesinnung heraus die Gemeinde für Palästina 5ebe. £r betonte, daß das Werk, der jüdischen Arbeiterchaft den ganzen jüdischen Volk ziir Ehre gereiche und laß in der Wertung ilyer Leistungen volle Einmütigkeit, dler Parteien zu wünschen..sei. Namens der zwei »werktätig« verbliebenen Vorsteher '■Sab Moriz die Erklärung ab, daß sie heuer nicht gegen üe Palästina-Widmung,sprechen und stimmen -wojle. Beitimmend sei für diese Haltung der Pogrom im Lande gev'esen, diesem Eindruck'könne sich kein Herz verschliefen. In großangelegter Rede trat Dr. Friedmann für das •Ugemeine Wahlrecht ein. Im Schlußwort brachte dei; 'udgetreferent Dr. Oppenheim die bisherigen Argumente er Union gegen das allgemeine Wahlrecht vor. Die Spezialdebatte wird am 24. -März eröffnet. Durch Verhandlungen der Parteien wurde infolge des ünstigen Rechnungsabschlusses-1929 die Palästina-Widuing pro 1930 wesentlich erhöht. Die „demokratischen" Zionisten wittern Wahlluft. Die Herren Stricker und Plaschkes, die Bekampfer des Klassenkampfes in der zionistischen Weltbewegung und unter den Zionisten Oesterreichs haben es für richtig erachtet, Jahre hindurch in ihrer eigenen bürgerlüch-zionistischen Partei einen Kampf zu entfachen, der nicht nur die Landeaorganisation.be- .deutend schwächte, sondern in Wien jede Möglichkeit zionistischer Beinflussung hemmte. Vor wenigen Wochen aber willigten die von Stricker und Plaschkes geführten „demokratischen" Zionisten in einen Frieden mit den zionistischen Laudesorganisationen ein. Eingeweihte wußten, daß das nichts.anderes als ein Versuch ist, die genannte zionistische Organisation in den Kampf um das ersehnte Natioualratsmaudat für Herrn Stricker hereinzuziehen. Nun können wir über die Vorpostengefechte bereits berichten. Die Herren Stricker und Plaschkes schicken sieh an, die l.audesorgänisution zu erobern. Da ein Ländesparteitag bevorsteht, kommt, es zunächst darauf au, die .Mehrheit unter der Mitgliedschaft zu,erobern. Die Methode dieses „geistigen" Kampfes der „demokratischen" Zionisten ist uns vom''Wahlkampfe zum Zionjsteiikongresse noch in Lriiriierung. Das KongreHgericht hat diese Methode als Schande''und arge Verfälschung bezeichnet- Das kümmert die „demokratischen" Zionisten nicht. Ihr üeneralstabschef, Herr Leon Wechsler, den wir noch von der Joint-Aera in guter Erinnerung haben, kommandiert abermals ganze „Mischpoches'' der „demokratischen" Zionisten, sich ju die Mitgliederliste der Laudesorganisation eintragen zu lassen. Das Kleingeld für die Beiträge wird, bereitgestellt. Handelt es sich doch um eine heilige Sache ein Nationalratstnaiidat für Herrn Stricker.. Muß das sein? In einem Artikel, der die Bankskandale des Bürger blocks bespricht, schreibt die »Arbeiter-Zeitung«: »Sie (die Regierung) hat das Recht der Kontrolle zuerst der Bankkreditbank übertragen, deren Aktien dem reichen östlichen (von uns gesperrt — > Die Red.) Tcxtiihänd ler Jossua gehören und hat dieser Bank des Herrn Jossua für die Ausübung der Kontrolle eine Provision von dreieinhalb Millionen Schilling verspochen ... Jeder Mieter muß allmonatlich Z i n s g r o.s c h e n für die Zwecke der Wohnbauförderung des Bundes bezahlen...; und dieses Geld benützt die Regierung dazu, dem reichen jossua aus dem Osten (von uns gesperrt — Die Red.) ein fettes Geschäft zuzuschanzen.« (23. März 1930.) Wir-fragen —- nicht den Artikelschreiber — nein, den moralisch und politisch für das Zentralorgan unserer Partei verantwortlichen Chefredakteur .der »Arbeiter-Zeitung« : muß das sein? Ist ein sozialdemokratischer Publizist verpflichtet,' die Herkunft eines von der Korruption des bürgerlichen Regimes profitierenden Geschäftemachers festzustellen? Ist es für"diesen Korruptionsfall wirklich wesentlich, daß Jossua »aus dem Osten« ist? Wäre der Skandal geringer, wenn der Jossua aus Waidhofeu stammen würde? Ist sich der Genosse Chefredakteur dessen bewußt, in wessen Nachbarschaft sich die »Arbeiter- Zeitung« begibt, wenn sie so argumentiert? Wir wjollen es ihm verraten: in die Nachbarschaft jener Hakenkreuzblätter, deren Kampfmethoden man übernimmtwenn mau im politischen Kampfe des Schlagwortes »aus dein Osten« nicht entraten kann! Die Verständigüngsarbeit der jüdischen Arbeiterschaft in Palästina. Kürzlich fand eine Konferenz der jüdischen Arbeiterorganisation, in Palästina statt, die sich ausschließ- 1 i eh mit der arabischen Frage befaßte. In einer ausführlichen Diskussion wurden alle Fraen erörtert, die mit der Herausgabe einer arabischen Zeitung zusammenhängen. Es handelte sich da vor allem um Fragen der Redaktion, der inhaltlichen Ausgestaltung der Zeitung und um die Frage des arabischen Dialekts, in dem die Zeitung geschrieben werden soll. Die Frage der Sprache ist außerordentlich kompliziert, denn die arabische Schriftsprache deckt sich nicht vollständig mit der gesprochenen, und auch die letztere ist nicht in allen Teilen des Landes gleich. Es würde die Frage erörtert, ob .die Zeitung Aufklärungsarbeit über die zionistische Arbeit leisten soll, ob sie die sozialen Probleme der arabischen Gesellschaft behandeln und so den Differenzierungsprozeß innerhalb derselben fördern und ihr Hauptaugenmerk den s o z i a 1 e n Fragen zuwenden soll. Des weiteren wurde die Frage der Zuziehung von uns nahe stehenden Arabern zur Redaktion des Blattes aufgeworfen. Schließlich stand^-auch die Frage der Verbreitung der Zeitung in den arabischen Siedlungen auf der Tagesordnung. Die Meinungen über diese Probleme gingen recht weit auseinander. Ein Teil der Genossen stand auf dem Standpunkt, daß die Zeitung vor allem die Araber über die Ziele, des Zionismus, seine Wege und Leistungen, und über sein Verhältnis zum arabischen Volke aufklären soll. Andere hingegen meinten, daß sich die Zeitung vor allem mit der sozialen Lage des arabischen Volkes befassen müsse, daß sie zuerst die wahren Feinde der breiten arabischen Schichten und erst in zweiter Reihe die Ziele des Zionismus aufzuzeigen habe. Genosse Ben Gurion faßte die Diskussion folgendermaßen zusaiwnen: Die arabische Zeitung, die wir, die jiddische Arbeiterorganisation herausgeben, muß sich art die breiten arabischen Massen, und nicht nur an dfe schmale: Schichte der ara-* bischen Intelligenz wenden/ Wenn ^allgemeine Institutionen—ziiin Beispiel der Wadieumi einfe Zeitung, herausgeben wird, so wird sie nicht für das Volk berechnet seih. Ich glaube, daß es im ganzen Lande keine für das arabische Volk bestimmte Zeitung gibt. Die arabische Intelligenz ist keineswegs besser als unsere levahtische Intelligenz. Man kann nicht annehmen, daß Vertreter unserer bürgerlichen Intelligenz imstande sind, eine wahrhaft für die Massen bestimmte Zeitung herauszugeben. Nur wir haben das Verständnis für die Bedürfnisse der arbeitenden arabischen Massen. Die Diskussion des Problems der Arbeit unter den arabischen Massen eröffnete Genosse Ben Gurion: In allgemeinem Linien wurde der Plan für unsere gemeinsame Arbeit mit deu arabischen Arbeitern längst aufgestellt. Kompliziert und nicht gelöst ist die Frage der Kooperation mit den Fellachen. Die Frage besteht darin, ob es zweckmäßig ist, eine jüdisch-arabische Bauernpartei zu gründen. Zwi Jchtida meint, es sei sehr schwer, eine stabile Partei aufzubauen, weil die Araber keieu Vertrauen zu dieser Bewegung haben. .in den Dörfern mißtraut eine Familie der anderen. . Man ifiüsse aber jetzt schon die Zukunft vorbereiten. Das wichtigste sei, oft Zu-' sammenkünfte mit den ■arabischen Nachbarn zu veranstalten; es sollen bei diesen Zusammenkünften die gemeinsamen Inteiessenfragen besprochen werden und es ist möglich, daß auf diese Weise, von unten herauf, eine gemeinsame stabile Organisation entstehen wird. Genosse Wol f weist darauf hin, daß gewisse Schritte in dieser Richtung bereits unternommen wurden. Zweimal wurde bereits von jüdischen und aräbisclrciv.Bauern der Regierung ein gemeinsames Memorandum überreicht, in dem gewisse Forderungen in Stcuerl'ragen gestellt wurden. Ich komme viel ■mit Arabern zusammen, — erzählt Gen. Wolf —, sie sind ü b e r d a s: F e h I c n j e" d vv- 'e d c u t a k t e s i n u n s e r e n K reis e n a u ß e r o r d e. n 11 i c. h v e r b i tt e r t. W ir. lassen n u r z u o f t die A r a b e r n i c h t unsere W e e*b e n ü t z c n, s e 1 b s t d a n n n.i c h fc, wc n n d c r W e g z w c i a r a b i sc h e D ö r f e r nri t - c i n a n. d er v e r b i n d e t. W i r b e t r a e h t e n d i e a r a b i s c h e n D ö r f e r.a t s n i e h t v o.r h a n d e n. Ein großer Teil der arabischen Diebstähle ist darauf zurückzuführen, daß unsere Chavcrim aus Nachlässigkeit"" die Arbeitsgeräte am Felde zurücklassen, die Araber betrachten sie dann als herrenloses Gut. Genosse As sa f erklärt, das Mißlingen der Fellachenörganisatioir in Ramien damit, daß sie nur zum Zwecke des. Kampfes mit deii . Husseins^ gegründet wurde und keine politische und ^wirtschaftliche. Arbeit geleistet hat. In Schechem besteht bereits eine Volksnartei.' Hinterden jetzt entstandenen Fella.ehenorganiaationen stehen arabische Notabein.' Kürzlich fand in Jaffa eine Fellachenkonferenz statt, in der beschlossen wurde," , das moslemische Komitee und den Mufti zu unterstützen; Es wurde auch bcscEiIossen, eirie. landwirtschaftliche Bank zu schaffen.; Genosse S c h a p i r a wies auf die Schwierigkeit der ' Arbeit in der Stadt hin; im Dorfe gibt es nur Mohammedaner, in der Stadt Mohammedaner, u-n d Christen, Die- Christen haben einen großen Einfluß. Öie Judenfeind-: schaft der^arabischen Massen wird zum größten Teil von Christen und christlichen Missionären entfacht. Genosse ' Heiter führte aus, d a ß unserer G e nie i n schalt b i s h e r.d a s Bewußt s e i n f e h 11 e, d-a'ß w irm i t;. den Arabern z u s a in m en.lebeii m ü s s e n. Die C h a1u z i m k o m m e n ohne jede K e n n t n i s d es b i seh c n V o 1 kesinsLa nd, und auch im Lande erhalten sie nicht die nötige Belehrung undso wächst unsere Fremdheit zum arabischen Volke. Wenn .dies? Fremdhc.i't beste h-e n b I e i b t, i s t j e d c u n s e r e . A r b e i t u m s o n s t. Es besteht'.vorläufig keinem, Grundlage Tür eine dauernde gemeinsame Organisation, es bestehen aber gemeinsame Interessen, und zu deren Erörterung sollen gemeinsame Konferenzen' veranstaltet werden. Ben Ouri o n faßte die Ergebnisse der Tagung folgendermaßen zusammen: Wir gehen daran, eine arabis.che Wochenzeitung herauszugeben, die für die breiten Volksschichten, in erster Reihe für die ausgebeuteten Fellachen bestimmt sein w;ird. Die Zeitung, wird als ein jüdisches! zionistisches und proletarisches Blatt erscheinen.— ohne diesen ihren Charakter zu verheimlichdn. Sic wird versuchen, die Leser darüber aufzuklären, erstens, Weis der Zionismus will, was Wir im Lande getan haben und über unsere'Beziehung zu den Arabern. Zweitens über die Bedürfnisse-der arabischen Massen, das Leben der Fellachen, ihre Wirtschaft, ihre Beziehung zu den Efendis, zur Steuerfrage. Die Exekutive der jüdischen Arbeiterorganisation wird ein spezielles Sekretariat für die arabischen Proebleme schaffen. Ebenso ist aber auch Aufklärungsarbeit unter der jüdischen Bevölkerung1 Palästinas notwendig. Es ist unmöglich, in einem Land mit einem zweiten Volke zu leben, ohne es zu verstehen. Schon der Chaluz muß dazu erzogen werden, aber auch dem Arbeiter im Lande soll die Möglichkeit gegeben werden, das arabische Leben kennen zu. Jemen. D i e s s e E r z i eh u n g*s arbeit m u ß ein Bestandteil d e r H a c h s c h a r a h \v»e r d e n. Es müssen Zusammen- . künfte von Arabern und Juden in den Kolonien veranstal tet werden, die uns einander näher bringen werden. Die Exekutive der Arbeiterorganisationen wird zwei Kommissionen zu ernennen haben, die sich mit der Möglichkeit eine gemeinsame politische,-iuk^ wirtschaftliche Tätigkeit mit den Fellachen zu organisieren, zu befassen haben ' werden. In der Stadt bereiten wir die Schaffung spezieller Klubs für die arabischen'Arbeiter vor. Ihre Aufgabe wird es sein, in den Branchen, in welchen Araber arbeiten, arabische Gewerkschaftsgruppen zu schaffen.

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