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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 50

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
31/32 (1929)
Issue
1 (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 50 (sequence 50)
Language
German
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ZEENAH UREENAH Ins Hochdeutsche übertragen VOn S. Bamberger (Fortsetzung) Umoscheh hajah roeh. Viele Führer des jüdischen Volkes waren Hirten, die die ihnen anvertrauten Schafe hinter der Wüste weideten, damit sie selbst sich von übler Nachrede, Neid und Verleumdung fernhielten, damit aber auch nie fremdes Eigentum von ihren Tieren verzehrt werde. 40 Jahre war Mose in Ägyten, 40 Jahre in Midjan und 40 Jahre in der Wüste; auch Rabbi Akiba war 40 Jahre Hirte bei dem reichen: Kalba Schabua, 40 Jahre lernte er und 40 Jahre lehrte er; beide, Mose und Akiba, starben im Alter von 120 Jahren. An den Berg Choreb, auf dem einst das Gttesgesetz gegeben werden sollte, kam Mose. Dort sah er einen Dornstrauch, im Feuer lohend, ohne verzehrt zu werden. Warum im Feuer?, fragen die Weisen. An das Feuer sollte er sich gewöhnen; denn Gttes Gesetz wird einst auch im Feuer gegeben werden. Und der Dornbusch sollte ihm ein Symbol sein; wer die Dornen berührt, den stechen sie und wer im Gallith Israel unterdrückt, entgeht der Strafe nicht. Bloßen Fußes näherte sich Mose der Erscheinung, da vernahm er den Zuruf Gttes: Mose, Mose. Warum zweimal? Das erstemal erschrickt der Mensch ob der gewaltigen Stimme Gttes. Erst das zweitemal begreift er den an ihn ergangenen Anruf. Ich bin der Gtt deines Vaters. Zu dieser Zeit muß Moses Vater, Amram, schon tot gewesen sein, denn Gtt bringt seinen Namen nicht mit einem noch Lebenden in Verbinidung. Auch Mose hätte der Berufung bei Lebzeiten seines Vaters keine Folge gegeben. Lekh el Paroh. Mose fragt, wer bin ich, daß ich zu dem König gehen soll und welches Verdienst besitzt Israel, um einer solchen Zukunft entgegengeführt zu werden? Da sagt ihm Gtt: Ich werde mit dir sein und du brauchst keine Furcht vor dem König zu haben; Israels Verdienst wird die Annahme des Gesetzes sein. Furcht vor fremden Völkern darf es nicht kennen. Wer mit Israel kämpft und es unterdrückt, wird von den Flammen dauernder Vernichtung verzehrt. (Babli Gittin 56 b.) Mein Name ist „Ich bin, der ich bin," d. h., ich bleibe ewig derselbe. Unter diesem Namen wird mich Israel nie vergebens anrufen, wenn Unglück und Not Sorge und Leid es heimsuchen. Lekh w'assafta. Sammle die Ältesten und sage ihnen: Der Gtt

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