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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1929-01-01 · 1 (1929) · p. Seite 49

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
31/32 (1929)
Issue
1 (1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 49 (sequence 49)
Language
German
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AUS DEM JÜDISCHEN KOCHBUCH 49 Früchte gegessen, um möglichst viele Berakot zu sprechen. An Sukkoth: Pflaumenkuchen (Deutschi.). — Zimmes als Z'Imbiß bei Jer. Gotthelf. Schalet im Kürbis in Bagdad bei Obermeyer. Geogr. Babyl.'s, sprichw. „Bayonner Charosset" bei H. Meiss, Tradit. pop. u. „Sluzker Krupnik" bei Jeh. Epstein, Mein Weg von Ost nach West. „Dos Lied fin'm Kigel", Par. auch von N. Lothringer und S. Ellendmann, 2. Aufl. 1926. Aus dem Elsaß nennt mir Hr. Grandrabbin Meiss, Nizza: Krumpiere (Kartoffel) - Kugel, Metzer-K., Bir(n)e-K., Gewälyester- K. (ä la pate brisee), Bri-K. (K. dans les navets), Matse-K. — Äpfel-Schalet, Frimsel-Sch. (Nudeln), Metzer-Sch., Kees (Käse)- Sch. — Trouke-gfills (trocken Gefülltes), gefilter Magen, gefillti Lewer. — Gsetzt-Esse (vom Freitag bis Sonnabend Mittag am Feuer), gsetzti Supp, gesetzter Kugel, Reis- Supp, Gerst-Supp, Grin-Korn. — Zewle- Keschte (Zwiebeln u. Kastanien, gemischt u. zusammen gekocht), Zemmes (Gemüse). — Jedde-Fesch, süß oder sauer Hescht (Hecht). — Blechkuchen mit Butter (Art Kugelhopf), Äpfelkuche, Waldbeere-K., Rahm-K., Zucker- K., Zimmet-K., "Maas(Mohn)-K. — Lunge- Werscht, Knowlich-W. — Zu Purim: Purem- Kichlich u. Homen (Räucherfleisch). — Im Winter in allen jüdischen Häusern als Nach- Das „Raschem" des Geschirres für Pessach tisch „Gebrautem Nosse" (Geröstete Nüsse). Bei Jeh. Epstein a. a. O. 100 ff. Schabbes-Fisch, auf einem großen Teller („Palumesok"), Saft mit geschnittenen Karotten od'er Rosinen. — „Homontasöhen", dreieckig, mit von Honig getränktem Mohn gefüllt, außen mit Honig bestrichen. — Kaffee (eigentlich Zichorie) mit Pietzlach nur an Schabuoth. — An Chanukka „Latkes" (Palatschinken aus Grützemehl). —• Zimmes: aus Rüben u. Zucker oder Honig („A' Moid wie a Zimmes"), bei Wohlhabenden der Rosinenzimmes (Rosinen- oder Pflaumenkompott). — In einem irdenen Krug mit schmalem Halse („Hljog") wird für Schabbat warmes Wasser aufbewahrt. Die Spaniolen in Jerusalem esseix am Sabbatvormittag nach der Rückkehr vom Gottesdienste b o r r e c a, das ist eine Reihe abwechselnd übereinandergeschichteter Lagen von Teig und Käse. S u f f r i t o sind kleine, dünngeklopfte Fleischscheiben, die mit Kuskus, der beliebten arabischen Speise und anderen Zutaten gegessen werden. Die jemenitischen Juden speisen wenigstens am Seder ohne Tisch und Sessel, auf ebener Erde. (Mitteilungen des Herrn Direktor Lipschütz, Jerusalem.) In ostjüdischen Gebetbüchern finden sich Auszüge aus Ritual- und Moralvorschriften, darunter das Verbot, mit Karten und Locksehen zu spielen. Das „Bedikath Chamez"

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