Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 17 (1914)
- Issue
- 2 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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hargis duajen la gesa bara, harta o ilha odwalu dschara, hitwale midrasch tara meachara, betukit ture pilgawit sachara, talmid chachame gdeniwa geben, kud naschau nascha kwilwale dschwabe, *aid jomau joma la geswa beleu, jatwa loka jalip karawleu, beschabaten ele gdewa bela, resch jarchen waade bejomit ela, bar acha geswa ilit midrascheu, dajim krewa torau parascheu, nasche bemrade zolmeu chazeniwa, barit mradu ideu naschkiwa, bekulu olam tarif godiwa, bazit sachuteu dajim godiwa. Uebersetzung. Ein Vorfall, welcher sich begab im Lande Lamsa,1) mit Rabbi Pinchas, dem heiligen Manne, dem guten und frommen Mann, dem Besitzer grosser Reichtümer und Schätze. Er war auch der grösste Gelehrte in der Talmudschule, alle lernten und genossen von seiner seidenreinen Weisheit, alle Kranke pflegten zu ihm zu kommen. Einem jeden erfüllte er seinen Herzenswunsch. Er flehte Gott an und der Kranke genass. Nachher dankte der Kranke dem Schöpfer. Wer ein schweres Anliegen hatte, pflegte ihn um guten Rat zu fragen, eine Frau, die nie Kinder gebar, durch sein Verlangen gedachte Gott ihrer. Nie sind seine Bitten fehlgeschlagen, bis Gott Abhilfe schuf. Er besass eine Lehranstalt ausserhalb der Stadt, zwischen Bergen, mitten im Felde, die Gelehrten pflegten zu ihm zu kommen, einem jeden gab er seine Antwort. Er pflegte nicht jeden Tag nach Hause zu gehen, denn er sass daselbst und studierte seine Thora, nur an Sabbathen und Feiertagen kam er nach Haus, an Neumondstagen und sonstigen Festtagen. Nachher pflegte er in seine Lehranstalt zurückzukehren, beständig die Thora und ihre Kommentare studierend. Viele Menschen suchten ihn wegen ihrer Anliegen auf, nach Erfüllung derselben küssten sie seine Hände. In aller Welt verkündete man seinen Ruhm, seine guten Taten preisend. 1 Hiermit ist Europa gemeint.