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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1914-01-01 · 1 (1914) · p. Seite 17

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
17 (1914)
Issue
1 (1914)
Date
1914-01-01
Page
Seite 17 (sequence 18)
Language
German
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- 17 - Instrumente vom 9. Oktober 1754 bei mir liquid zu fordern hat, die Hälfte unverzinslich und die Hälfte mit vier Prozent jährlicher Zinsen, demselben die akkordierten neuen landschaftlichen Papiere zu verschaffen gesucht werden soll. Sollte es einem von meinen gedachten drei Söhnen zu weit sein, stets mit den beiden anderen zusammenzukommen, so ist derselbe befugt, einen meiner übrigen Söhne, oder meiner Schwiegersöhne oder meiner Enkel seine Stelle vertreten zu lassen, mit den beiden anderen, die sich an seinem Orte befinden, zu verhandeln. Sollten sie sehen, dass ihre Kraft nicht hinreicht und dass sie einen Beistand nötig haben, so können sie nach Belieben irgend jemand, er sei Christ oder Jude, dazuziehen, um von dem Kurfürsten in Bayern die akkordierten und gnädigst versicherten neuen Landschaftsassekurationen auf die Termine, wie sie von gemeldeter hochlöblicher Schuldenkommission interim Ende August 1754 reguliert und von dem Kurfürsten gnädigst notifiziert werden, zum Vorteil meiner Kreditoren und zu ihrem eigenen Vorteil zu benehmen und die Gnade des Kurfürsten von Bayern und der hochlöblichen Landschaft ferner sich zu bewahren bestens sich angelegen sein zu lassen. Ich will auch meine sämtlichen Kreditoren devotest ersucht haben, sie möchten in Betracht ziehen, welcher Gestalt ich mich vom Jahre 1724 an (schon von jener Zeit an, da die ausgesetzten Zahlungstermine in Bayern nicht mehr zugehalten wurden und von Jahr zu Jahr leider immer mehr rückständig geblieben ist) bis jetzt zu ihrem Vorteil aufgeopfert habe und Tag und Nacht keine Ruhe hatte, um nur von dem Kurfürsten ein Liquidum zu erhalten und jedem bestmöglichst zu dem Seinigen zu verhelfen. Und obschon dieses Liquidum sowohl für alle meine Kreditoren als auch für mich selbst, wie gemeldet, leider höchst schädlich erfolgt ist: so werden gleichwohl alle billig Gesinnten erkennen müssen, dass alle meine Kreditoren diese liquidierte Summe vom gedachten Hofe nie hätten erhalten können, wenn es nicht durch mich zustande gekommen wäre, wie in allen deswegen gehaltenen Kommissionskonferenzen die hohen Herrschaften mir ins Gesicht und auch zu den Herren vonBrandau, Baron von Jungwart und seiner auf öfters in der (Angelegenheit) gehaltenen Kommission adjustiert haben, und von dem Kurfürsten ratifiziert worden in Betracht meiner dem bayrischen Hofe geleisteten Treue und uninteressierten Dienste, was aber auf keine Weise den Kreditoren geschehen wäre. Daher getröste ich mich von ihnen sämtlich, sowohl Christen als Juden, zur billigen Erkenntlichkeit gegen mich, dass nicht allein nicht die geringste Schwierigkeit gegen dieses Testament gemacht werden, sondern vielmehr auf alle mögliche Weise, sowohl am Kaiserlichen Hofe als auch in Bayern meinen Kindern aller Beistand gütigst geleistet werden wird, dass mein Testament in allen Punkten vollzogen und fest darauf gehalten werden möge. Falls aber der eine oder der andere, wider mein Verhoffen, sich dagegen

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