Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 17 (1914)
- Issue
- 1 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 9 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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—- g — Als Ursache des bedauernswerten Schicksals seiner Nachkommen, die bettelarm sind, wie Saphir a. a. O. berichtet, wird die Wirkung eines Fluches des göttlichen Rabbi Zalach vermutet.1) Dennoch sind die Bemühungen Ahron Iraqis nicht ohne Folgen geblieben. Denn abgesehen davon, dass ein grosser Teil der Gemeinden Jemens den seiardischen Ritus akzeptiert hat, hat derselbe sogar auf den jemenitischen Ritus selbst einen grossen Einfluss ausgeübt. Viel Sefardisches wurde aufgenommen, namentlich bei der letzten Redaktion des Gebetbuches, welche von dem Kommentator Ende des achtzehnten Jahrhunderts herstammt. Eine Schilderung der rituellen Gebräuche gibt Eben Sappir I; ebenso ist mehreres in einem hebräischen Aufsatze vom Schreiber dieser Zeilen im „Palästina-Almanach 1908" und ferner im Jahresbericht der Alliance Israelite Universelle 1910 zu finden. Zeena ureena. Ins Hochdeutsche übertragen von Sal. Goldschmidt, Hamburg. Mit Anmerkungen versehen von Dr. H. Marmorstein. (Fortsetzung.) 32n „Denn mit meinem Stabe nur habe ich den Jordan überschritten." In der Zeit des Wohlstandes und Glückes gedenke der Mensch stets bescheiden und dankbar der Zeit, die ihn noch dürftig und mittellos gesehen, damit nicht der Stolz sein Herz umgarne. — Mit diesem Stabe, erzählt der Midrasch, spaltete Jacob die Gewässer des' Jordans, um trockenen Fusses hindurchzugehen.2) 3214 „Und nahm von dem, was er in den Händen hatte, ein Geschenk für Esau." Ausser jenem, das nun einzeln aufgeführt wird, nahm er ein Geschenk, das man in den Händen bergen kann, — Edelsteine und Perlen, nach anderen einen Edelfalken, mit dem er den jagdliebenden Esau gewiss erfreuen werde.3) 3215 200 Ziegen und 20 Böcke. Die Reihenfolge ist nach Art ihrer Fruchtbarkeit und Vermehrungsfähigkeit angenommen. — Obwohl es Jacob bis jetzt vermieden, seine Ziegen und Schafe Esau gegenüber voranzustellen, damit er nicht an jene Begebenheit mit des Vaters Segen erinnert werde und von neuem zürne, vermied er es jetzt, auf diesen Umstand Rücksicht zu nehmen, da ihn das Gebet gekräftigt und überzeugt hatte, dass er von Esau, über den *) Die erste Ursache des Streites war die Frage, ob man an den Sefiratagen das Haar schneiden dürfe, was Iraqi erlaubte, das Rabbinat aber entschieden verbot. 2) Raschi z. St. 3) Raschi z. St.