Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 16 (1913)
- Issue
- Heft 4
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 33 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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— 33 — Habbels Konversation s-Lexikon. Unter Mitwirkung von Fachgelehrten herausgegeben von Dr. A. Genius. 1. Band. Regensburg 1912, J. Habbel. — Nachdem das katholische Deutschland in dem Herderschen Konv.-Lexikon sich bereits eine seinen Bedürfnissen entsprechende Ergänzung zum „Meyer", „Brockhaus" usw. .geschaffen, will das vorliegende Werk auch dem minderbemittelten Katholiken den Besitz eines derartigen Nachschlagewerkes ermöglichen. Man muss die Tatkraft, die diese Kreise beherrscht, bewundern. Beim Durchblättern des Bandes ist uns nichts von Ausfällen gegen andere Bekenntnisse begegnet. Nur könnte z. B. bei J. J. David in der Bemerkung „j ü d.-mähr. Dichter" ganz ohne Einbusse für das Werk das „jüd.", zumal da in der Sache nicht begründet und durch den Uebertritt D.'s hinfällig, sehr wohl wegbleiben. L. R. Meiss H., Conside rations s u r 1 e J u d a I s m e, Paris 1913, Durlacher, frcs. 3,50. — Eine höchst angemessene jüdische Jugendlektüre. Aus Bibel, Talmud und Midrasch, aus dem Kultus, der Geschichte/und der Apologetik des Judentums werden charakteristische Proben vorgeführt. Das Buch verdient den Ruf, den es schon in der ersten Auflage sich erworben hat. L. Im Jüdischen Verlag, Berlin, erschienen: 1. Die Memoiren derGlückel vonHameln, übersetzt von W. Feilchenfeld. M. 4,—. — Nachdem unsere „Mitteilungen" grundlegende Arbeiten über diese interessanten Memoiren, auch Auszüge daraus in hochdeutscher Uebertragung geboten hatten und schon vor längerer Zeit von B.Pappenheim eine vollständigeüebersetzung erschienen war, wurde nunmehr die vorliegende veröffentlicht. Der Gegenstand verdient wiederholte Bearbeitung. 2. Kisselhof S., D a s j ü d i s c h e V o 1 k s 1 i e d. M. 0,50. — Eine unzulängliche Behandlung eines wichtigen Themas. 3. Achad Haam, Am Scheidewege. Bd. 1, übers, von J. Friedländer. M. 4,—. — Diese Aufsätze muss jeder, der die jüdisch-nationale Bewegung studieren will, gründlich gelesen haben. Die Betonung, dass ihr ein entwicklungsfähiger Gedankenkern innewohnen muss, dass sie in hervorragendem Sinne auch eine Kulturfrage bedeutet, ist durchaus berechtigt. R. 4. Perez, Volkstümliche Erzählungen. Deutsch von Mathias Acher, M. 2. Wie die früher in demselben Verlage erschienene Sammlung P.'scher Erzählungen führen uns auch diese Stücke ganz vortrefflich in die iiefinnige Gläubigkeit des älteren Geschlechtes unseres Ostjudentumes ein. Zum Teil Anklänge an midraschische Motive, bilden diese Skizzen aber auch an sich eine spannende Lektüre. Bei Jak. K ö s e 1, Kempten, sind erschinen: 1. L. Becker, Die Frauenbewegung. M. 1,—. — Auf wenigen Seiten eine gediegene Behandlung wichtiger Probleme, wie Frauenstimmrecht, Koeduktion usw., von streng katholischem Standpunkt aus. Allerdings wird hierbei die Stellung der Frau im alten Testament nicht gebührend gewürdigt, die Unlösbarkeit der katholischen Ehe nicht in ihren Folgen abgeschätzt und manches etwas einseitig kirchlich behandelt. L. 2. E. v. Handel-Mazzetti, B r ü d e r 1 e i n und S c h w e s t e r 1 e i n. M. 4,—. — Man kann diese Karikierung der Wiener Judenheit nur damit ent-