Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 16 (1913)
- Issue
- Heft 4
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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— 13 — IV. Mit schadchonausgeld (= Provision für die Heiratsvermittelung) welln mer sech schoin ausglachen, Nü kejn Mizraim und sogen sei de bsiro (= frohe Botschaft), As der Gott vin Awrohom owini well chasene machim, Der choschen soll sech aufrufen schabbes schiro (= der Sabbat, an dem das Siegeslied am Meere gelesen wird), Wie Mausche hot sei erklärt Gott's Reid Der chosen Jisrolik is woren bewilligt, Mir wellen alles halten, wos in der Toire steit, Nase we nischma (= wir wollen tun und hören) hoben sei gesilekt (= abgefunden). V. Der mechüten hot sech ausgenimmen bese hatnai (= unter dieser Bedingung), Men soll überhüpfen alle hoiche Berg, De chasene soll sein auf dem barg Sinai, Auf ihm soll men machin feierwerk. Donner in blitzen, teiere Musikanten Hoben die kalle zur chuppe (= Trauhimmel) geführt; E kraun fin edle, teiere brillanten Is der chosen gewen ongeziert. VI. Der chosen hot sech git ausgeziert, Mit nase wenischma hot er sich vorgestellt. Der mechüten hot als naden tarjag mizwaus (= 613 Gebote) geleigt, Das solsti holtin besser wi Geld! A toire hot er ihm gegeben for dem nedan (= Mitgift), In erez Jisroel (= Palästina) is er gewen ein zeit lang; Verzig Johr kost in der midbor (= Wüste) dem mon (= Manna), Den heiligen schabbos for droschegeschank (= Hochzeitsgeschenk). VII. Isrolik hot schoin gehabt zi essin in zi trinken zi der Zeit, Bescholaum uweschalwo (= in Frieden und Ruhe) is er gesessin, As kimmt ihm bijruscho (= erblich), hot er sich eingereid. An dem schabboskaudesch (= heiligen Sabbat) hot er vergessen! Weil er hot nischt sein Weibel geehrt in geschäzt Ün hot nischt gehaltin dem nedan, was Gott ihm hat verschrieben, Hot der .schwäher dem eidem vin Kost herousgesetzt Ün fin Häus arois getrieben. VIII. Wenig is ins geblieben fin tarjagmizwaus dem nedan, As mir hoben sich schoin nischt mit wos zu ernären. In chuz loorez (= ausserhalb Palästinas) kennen sei nischt mekaiem sein,