Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 16 (1913)
- Issue
- Heft 4
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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— 5 — 104. Reb-Cheisek hot dir gelosen grüssen. (Spöttisch). 105. Choilem Nos — Nei. (Sinnlose Redensart.) 106. B'Rochel bitchu hanakete. (Scherzhafte Parodie auf eine bekannte Bibelstelle.) 107. Alwe-Schnobbel. (Ironische Ausdrucksweise für Olow- Hascholaum Friede seinem Andenken.) 108. Oi, Reb Joine schel Aulom! (Ironische Parodie auf Ribbaunau schel-Aulom Herr der Welt.) "** 109. (Aehnlich:) A naier „Rebaune schel Aulom" (ein neues Gebet, das damit anfängt; ironisch). 110. A Skarbower Niggun (herzzerreissende Tonart). 111. Gott soll ihm marich Jomim un mekazer schonim sein. (Eine ironisch gemeinte Verwünschung, bedeutet: Gott verlängere ihm die Tage und verkürze ihm die Jahre; ähnlich: maarich jodaim un mekazer raglaim sein.) 112. Geblieben an Almer (ein Almon Witwer; ironisch). 113. Nischkoscheh is a schlechter Ferd (Nischt-kosche nicht schlimm, ziemlich; koschka ein Pferd). 114. Eichoch joschwo bodod hoi'r — a Maud, a Maud (Mädchen) sitzt beim Tür; bin ich gefohren nach Wilkomir (Parodie auf die „Klagelieder Jeremias"). 115. A groisser Bal-Schmek (Balschem, Wunderrabbi; ironisch). 116. Fun a Toiten (Toten) die Tachrichim. — (Aehnlich:) Fun a Toiten die Harte (wenn einem nichts mehr anzuhaben ist). 117. Wajowau Homon! (Ironisch: „Willkommen".) 118. A groisser Waisosso (chassidische Ausdrucksweise). 119. Lau scheweissi welei sikolmi — nit setz sich und nit quetsch sich. (Wenn jemand etwas unternimmt, wozu er nicht geeignet ist. S. auch Bernstein, Sprichwörter.) 120. Rabbonim hoben schlechte Kinder (Ra — bonim, Wortspiel). 121. Worow kemoh schenemar (ein mustergültiger Rabbiner; ebenso). 122. T . . . . s koch — T . . . . s ess (wie gekocht so gegessen). 123. Boruch Ato, kelberner Tatte, ziegene Marne, strohene Kinder (Kinderlied). 124. Mischpotim bal jedoum (eine abfällige Aeusserung über das Prozessieren; ebenso:) 125. Ihr willt sich besdenen (Bess-Din Gericht), geht in Bod (= Bad) un besemt sich (Wortspiel). 126. Nit ki-hu-seh (absolut nichts). 127. Stell zwei Feien. (FF verfallen; ähnlich.) 128. Neh a Beitel [Beutel]. (Gieb die Hoffnung auf das Wiedererlangen des Geldes auf.) 129. Dem Rebens T____s is mit a Tess. (Beruht auf folgender Anekdote: Ein chassidischer Rabbi äusserte sich einst in sehr un-