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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1913-01-01 · Heft 4 · p. Seite 4

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
16 (1913)
Issue
Heft 4
Date
1913-01-01
Page
Seite 4 (sequence 6)
Language
German
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— 4 — 76. Aussogen fun Cheder. (Aus der Schule erzählen.) 77. A Por (ein Paar) Moische-Weaharons. (Beruht auf einer homiletischen Auslegung eines bekannten Verses im Hohelied.) 78. Areingejaschwet in Chad-Gadje. 79. Kemelech bigdud. (Wie a Hund in Kropewe [in Nesseln], [parodistische Uebersetzung; ebenso die folgende]). 80. Kazein bloi roie — wie a Bär ohne Eck (ohne Schwanz). 81. Ausbateln alle beise Chaleimes zu sein Kopp. (Jemanden mit allerhand Verwünschungen überschütten.) 82. Majim-Achronim-Wasser (für: Pleonasmus). 83. Wekabzenu Jachad — mir seinen alle Kabzonim (arme Leute). 84. A kleiner Tal-umotor (für: Zwerg). 85. Chaj zum Leben (Chaj 18 und Lebender). 86. A Teite lomus (Wortspiel von noite lomus auf dem Sterbelager). 87. A misse-messune-Farbe (eine graue, unbestimmte Farbe). 88. A groisser Pe-Zadik (PZ ein Schimpfwort). Vergl. Nr. 48 und 49. 89. Gemacht a Wajiwrach (ausgerückt). 90. A groisser Risches-Mokem (ein grosser Schaden; ironisch). 91. Gut — a Makkeh zuzulegen (allzu liebenswürdig; ebenso). 92. Arain gelegt in ihm die Teicheche (mit Verwünschungen überschüttet). 93. Wehajeled einenu — der Bocher is do. (Ironisch). 94. Richtig dreizehn. 95. Schoir au Chessew au Eis — abi nur „ki jiwoled" (wenn es nur etwas ist, ist es auch gut). 96. Er lernt nid-doh (Niddah — ein Talmud-Traktat; parodistisch: nit — do nicht da). 97. Frum wie a Kotschere (anstatt: krumm; ironische Ausdrucksweise gegen einen, der in religiöser Beziehung nicht ganz einwandsfrei ist). 98. A groisser Lamed-Wownik (Lamed-wow 36; einer von den 36 Rechtschaffenen, die es nach der Ueberlieferung in jedem Zeitalter geben muss, damit die Welt bestehen kann; auch im ironischen Sinne angewendet.). 99. Er weint (wohnt) in Al-Chet. (Wortspiel). 100. Der Mereiach-Qschech is seiner a Vetter . . . (Ironische Redensart, wenn einer sehr viel mit seiner Abstammung prahlt; beruht auf der Sitte, die hebr. Verfasser nach ihren Werken zu benennen.) 101. (Als Gegenstück dazu): . . . mein seliger Vater war ein hervorragender Am-Hoorez. 102. A Ssod in Bod (ein offenes Geheimnis). 103. Wajapilu — macht Raschi: Sei hoben gelacht. [Milschon chausek.] (Laienhafte Deutung einer Bibelstelle.)

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