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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1913-01-01 · Heft 4 · p. Seite 3

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
16 (1913)
Issue
Heft 4
Date
1913-01-01
Page
Seite 3 (sequence 5)
Language
German
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_ o _ sach Mizraim; Pessach Leossiel]; in seiner Verlegenheit behalf er sich mit obiger Deutung.) 51. Wie macht Wilno? Was willstu, Judke, Lokschen — nehm, ess! [Scherzfrage im Cheder.] 52. Namenrätsel: Hafoch Naaroh mizidoh el zidoh, w'es hoaudef meanoschim Tnoschim titein b'reischo, wehezeischo es hoaijin — wehojoh se schmi. (Ableitung des Namens „Aharon" aus Buchstaben des Wortes „Naaroh" [Mädchen] mit vorgesetztem A und fortgelassenem Ajim. 53. Poschol Terach na'Derech! (= endlich erraten!). 54. A kal-wocheimer Mizfardeim (Eine unlogische Folgerung). 55. Er teig auf zehn Tisjatzi (1000) Kaporos (jüdisch-hebräischrussisch, ähnlich: Gut Schabbes, Madame [deutsch-hebräischfranzösisch]). 56. Er soll gehn a Kapore far sein mindesten Nagel. 57. A patsch zu Gut-Schabbes. 58. Sefer-Pralnik (ein im üblen Rufe stehendes Buch; „prallen" im Jüdischen einen unästhetischen Ton von sich geben). 59. Lokschen-Koidesch (ironischer Ausdruck für: loschon kaudesch Hebräisch). 60. Er hot ihm araingemalochet in Jad arain (bestochen; auch: gegeben a Makkeh in Jad arain). 61. Scholem-Aleichem — a naier Lügen. 62. Er is a Beheime bezuras Ferd. 63. Mimizraim wead heine weschom neissar (auf einen unverbesserlichen Narren). 64. Kadoches mit koschere Fodim (abgespeist mit nichts). 65. Loi mit an'Olef (entschiedene Ablehnung). 66. Loi mit a Spodik (eine begründete Ablehnung [Spodik- Grund]. D.). 67. Eine neechal elo zoli (nichts gegessen, aber bezahlt). 68. Er heisst Getzel, wohnt in Schwarze-Tumeh (eine Stadt in Russland, bedeutet: die weisse Kirche) in der Tifle-Gasse (Kirchgasse), lernt Awaudoh-soroh in Perek (Abschnitt) Kol-Hazlomirn und handelt mit Chaser-Hoor (Schweinshaaren) un is doch a Jid. 69. Er is mezeiroh geworen (für „meruzeh": einverstanden). 70. Jjbbone Hamikdosch (eine scherzhafte Parodie eines russischen Schimpfwortes). 71. Sich antun a Maische (a Misseh Selbstmord begehen). 72. Freg dem Ribeine-Schel-Olam a kaschjeh! (Man kann mit Gott nicht rechten.) 73. A Kaschjeh auf a Masche (was alles in der Welt passieren kann!). 74. A jewonischer Kesaisch (eine beträchtliche Portion). 75. Iwri, mach mir godel! (Aus der kaufmännischen Geheimsprache.)

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