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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1913-01-01 · 2 (1913) · p. Seite 36

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
16 (1913)
Issue
2 (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 36 (sequence 38)
Language
German
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— 36 — haupt müssen wir wiederholen, dass, um dieses kostbare Buch, wie wir es wünschen, zu einem Volksbuch, insbesondere für jüdische Kreise, zu gestalten, die Einleitungen, anstatt diese Art von Bibelkritik zu vertreten, mehr auf das Archäologische und Völkerpsychologische eingehen müssten. Diese Hypothesen, die heut auftauchen und morgen schwinden, verwirren das Kind, an das wir als Leser gern denken möchten, rauben überhaupt durch ihre oszillierende Unbeständigkeit dem ewigen Buch den Charakter der ehrwürdigen Unvergänglichkeit. Die Bilder sind zum grossen Teil, besonders wo die Landschaft Palästinas herangezogen wird, ganz vortrefflich. Manche Nudität werden selbst gar nicht Spröde für überflüssig erklären. R. Arthur Schnitzler, Professor Bernhardi. S. Fischer, Berlin. M. 3. Unbedingt Schnitzlers reifstes Werk und eine der besten literarischen Erscheinungen seit langer Zeit, für die Psychologie des modernen Juden eine Fundgrube. Ein Werk, das man nicht nur liest, das man besitzen muss. A. W. Grube, Geschichtsbilder. 35. Aufl. Neubearb. von Q. Klee und W. Pfeifer. Leipzig 1913, Friedr. Brandstetter. M. 10. Dieser alte, liebe Hausfreund behauptet sich trotz aller Konkurrenz noch immer in Ehren. Nur ist das Weglassen eines Kapitels über die Juden nicht zu rechtfertigen. Max Freudenthal, Religionsbuch für den isr. Religionsunterricht an den Oberklassen der Gymnasien und Töchterschulen. Nürnberg 1912, Friedr. Korn. Auch für Erwachsene bietet das Buch reiche Belehrung. Es wird als Lektüre zu Hause dem Schüler ebenso willkommen sein, wie dem Lehrer als Leitfaden beim Unterricht. R. W. W. Kaplun-Kogan, Die Wanderbewegungen der Juden, Bonn 1913, A. Marcus und E. Weber. M. 4. Eine lehrreiche Untersuchung der wirtschaftlichen Ursachen dieser Wanderungen, die mit dem Ergebnis schliesst, dass nun das jüdische Volk die Aufgabe habe, seine Wanderungen zu organisieren und zu regulieren. Damit käme „in die jüdische Geschichte die Initiative, das eigene Geschick zu gestalten, die man in ihr bis heute fast gänzlich vermisste". M. L. R. Gugenheimer, Kommentar zur Hagadah schel Pesach. Frankfurt a. M. 1912. M. 1,60. Homiletische Glossen, die mitunter, wie S. 34 Z. 11, allerdings dem Texte ein wenig Gewalt antun. R. B. Haentzsche, Tagebuchblätter aus dem heiligen Lande. u—r—----iono M^p^ncVion/iinno- M 3 Finyplnp Scihilderun- Wert. Der Verfasser bekennt sich für die Zukunft Palästinas zu Theobald Fischers Prophezeiung: „Palästina hat nicht nur eine grosse geschichtliche Vergangenheit, nein, es hat auch eine hoffnungsreiche Zukunft." M.

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