Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 16 (1913)
- Issue
- 2 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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- Isaiah 1× ep/1005097
- hazzan 1× ep/1004827
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— 15 — 13. Eine blinde Frau hob, wenn sie essen wollte, einen Finger, wenn trinken, zwei. Was ist hierbei „kosche" (schwer verständlich)? Dass sie überhaupt die Fingersprache wählte. Sie war doch nicht stumm, sondern blind! 14. Mosche Rabbenu wurde nach der Ueberlieferung am 7. Adar geboren. Seine Beschneidung fiel also auf den 14. Adar, auf Purim. Fand sie vor der Vorlesung aus der Megilla oder nachher statt? Damals gab es noch kein Purim und keine Megilla. 15. Mi hot gedarft kojlen an Oif (Geflügel), hot men gikojlet a Fass (af Ass auf Asche, — nach litauischer Aussprache; gemeint ist das Gebet von Kissuj ha-dam). 16. Wo steht in der Tora „Vajomer (= und es sagte) Jaakob" und es ist nicht angegeben, was er sagte? Genesis 32, 28 heisst es: „Welches ist dein Name?" Und er sprach: „Jaakob." 17. Wo stehen in der Bibel hintereinander 11 mit einem Kaf beginnende Wörter? — Jesaja 24, 2. 18. Was sagt man öfter: ganz oder halb Hallel? Halb Hallel, da es auch in ganz Hallel enthalten ist. 19. Pesach (auch Personenname) ist einmal an Schowuaus gefallen. Sprichwörtliche hebräische Zitate. Gesammelt von L. Klein. Bearbeitet von Dr. Grunwald. 1. J ig dal kommt nach Matauwu (im Gebetbuch), d. h. wir anerkennen Gottes Grösse, wenn wir seine Güte an uns erfahren haben. 2. L'aulom jehe odom (im Gebetbuch) ist zumeist klein gedruckt. Wahre Menschen sind selten. 3. Porimha-nisrofirh (Mischna Sebachim V, im Gebetbuch)! Er übertreibt! Einem Dorfjuden ist ein Kalb ins Feuer gerannt. Seitdem klagt er um eine verbrannte Rinderherde (parim hanisrafim). 4. Zwei intime Nachbarn wie Mismaur lethaudo und Lamnazeach (die im Morgengebet dicht aufeinanderfolgenden Psalmen). ,-5. Eine des Hebräischen kundige Frau betete konsequent ((in: Jehi chewaud) „rabbauth machaschowauth belew isch — nicht!" 6. Vehoauscher weha-kowaud (I. Chronik 29,12 im Morgengebet). Wo Reichtum ist, dort ist auch Ehre. 7. Sagt der Chasan Borachu, sagt die Gemeinde darauf: Jithborach. Stete Opposition. 5. Ein Kodausch-Hüpfer (Scheinfrommer).