Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 16 (1913)
- Issue
- 2 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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— 13 — Ober wos helft's! Wos soll ich tun? Die Biblitheken send olle zu schon. Ich will nur daher gehn in der Helling*, Und mir ablernen a paar schöne Stelling. (Sie geht an den Spiegel.) Harzlich Zetulpe, — da brauchst nichts weiter. Un wenn erst dazu kummen mein Kleider; Mein Weisslich, mein Spitzen, An die Hand mein Fingerlich blitzen, Der wart das Mund und die Auchen aufreissen, Wenn ich wer all mein Chofozus (Anmut) weissen! Un wenn er mein Gesicht erst schaut —, Fahrt er gar aus der Haut! Ueber mein Geschicklichkeit, do wert er klotzen; Domit will ich ihn die Zeit verkotzen. Ich weiss 'n mein Mulen, mein Sticken, Spiel mit 'n Mariage un a bissle Zwicken, Setz mich ach hin an Klavier, Un spiel aus 'n Pumpernickel die Ouvertüre, Auf 'n Kopf werd er sich drüber stellen, Un kän andere mehr ansehe wellen. Die weren die Schnäbelech Spitzen wie die Vögelech, Derzu verziegen Und ball etwas änderst kriegen. (In Ekstase): Aber hätt ner den Pohser,. Tat ner recht tihben! Ahasveros, der Grosser, Werd mich derheben. Ja mich, mich muss er nemme, Ich komm in Triumph I Frei dich Tatte, frei dich Memme, Euer Zetulpe ist Trumpf. (Ab.) Scherzfragen der jüdischen Schuljugend in Russland. Gesammelt von S. Beilin. Bearbeitet von Dr. Grunwald. 1. Wann ist Adam geschaffen worden? An Purim. Im Deutsch-Chomesch wird Genesis I, 23 übersetzt: Gott hot Odem'n beschaffen in sein F u r i m (Form). Ein Jischuwnik (ungebildeter Dorfbewohner) las: Purim.