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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1913-01-01 · 2 (1913) · p. Seite 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
16 (1913)
Issue
2 (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 7 (sequence 9)
Language
German
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— 7 — Do hostus, vor euer Maul liegt ach kän Brettle, Ihr kennt ach bestehn euer Stätle — Ihr wellt's ner nit sein Un schübt alles der Frä in Schuch nein. Charbona: Schon recht, tät euch nor recht loben: S' watt euch doch a Riegel vorgeschoben. Denn in den Dekret do muss ich neinstellen, Dass ihr von heint an tun messt, was wir Männer wellen. Recka: Secht ihr, das helft euch viel, Do dernoch frogen wir Weiber a Hutzenstil. Sag amol, mein Haz un mein Krön, Un wenn ich doch nit will, was kennstu mir denn tun? Nu, — in andern? Du schreibst doch zwa? Charbona: Der Melech will nemme a Frä, Do hob ich ihn die Eze (Rat) geben — Recka: Er soll nemme unser Zetulpe-Leben! Charbona: A mein, geh mir mit der Tochter ner, Mit der is ach ebbes der Mär! Die is, wie sie alleweil baawaunes (leider!) senne, — Sieht sie denn mehr nein in Zenne renne? (beliebte Frauenlektüre) In Tillim (Psalmen) oder Maamodes (Gebete)? Weil das umstänsgesagt — aus der Mode is! Ich darf mich doch da gleich aufschlitzen, Tut sie Schabbes nix, wie über Bücher sitzn. Der Soten is ordentlich in sie drinne, Ich mecht nor wissen, was sie Schönes dran gefinne? Was tut do alls for Schtuss drinne stehn? Lib'sof (schliesslich) denne sie sich nemme, Watt er a Tatte un sie a Memme! Do hostu das Maasse (Geschichte) vun Olef bis Tow (A bis Z), Steht ja k'laumer (sozusagen) amol ebbes drinne von a Grof, Vun a Fascht oder a grossen Harr. Recka: Geh du Simpel! Du Schabsn! Du Narr! Was is dir dran kosche (unklar)? — Vun deinetwegen Kennet die chotsche graue Lefz ach kriegen! H a t a c h hot ihr geredt so a guten Schiddech, Worim hostu den nit geton? Sag a mol, ich bittech! Charbona: Nän — nän — Gott behüt! Die taugt for kän guten Jid. 1

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