Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 16 (1913)
- Issue
- 1 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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— 26 — begehen. S. 109, 10. S'trjaptschij Anwalt. S. 110 letzte Zeile. Sieh grisen sich zanken wie Hunde, denen ein Knochen vorgeworfen wird. S. 119. Pudele zierliche Schachtel. Jemand verzärteln. S. 119. A pismojn beli ljewki — eher im Sinne des Französischen: cherchez la femme! Ö. 120. Ferbejssung (von beißen) Zu-, Nachspeise. S. Weissenberg. Bücherschau. J. Kulischer, Sammlung jüdischer Namen im Gebrauch in Kußland. Shitomir, 1911. 138 + VIII + 180 + 144 + VI S. Gr. 80. 3 Rubel. Das Buch besteht aus drei Teilen. Der erste gibt eine hi^ storische Uebersicht des Gegenstandes in russischer Sprache, die eine fast wörtliche Uebersetzung von Zunz' grundlegender, auch jetzt noch nicht überholten Abhandlung: „Namen der Juden" darstellt. Seltsamerweise wird der wirkliche Verfasser gar nicht erwähnt, so daß der Unkundige leicht auf den Gedanken kommen kann, darin eine eigene Produktion Kulischers zu erblicken. Eine Darstellung der Entwickelung der Namenkunde nach Zunz fehlt, weshalb der erste Teil des Buches als gänzlich verfehlt betrachtet werden muß. Die übrigen beiden Teile enthalten in alphabetischer Ordnung in russischer und hebräischer Sprache die von Kulischer aus Bibel, Talmud, rabbinischer Literatur und verschiedenen Registern gesammelten jüdischen Namen. Diesen Teilen ist eine gewisse Bedeutung nicht abzusprechen, und wenn sie auch auf Schritt und Tritt von einer ungenügenden wissenschaftlichen Schulung zeugen, haben sie doch den Wert, das vorhandene Material übersichtlich geordnet zu haben und darf der Verfasser für diese nicht geringe Mühe der Dankbarkeit der Nachfolger auf diesem Gebiete sicher sein. Der hebräische Teil macht das Buch auch für solche zugänglich, die des Russischen nicht mächtig sind. Nur an zwei Beispielen will ich den Sammelfleiß des Verfassers demonstrieren, aus denen zugleich die Irrgänge der jüdischen Namengebung klar zutage treten. So erfuhr der Name A ar o n folgende Umgestaltungen und Umänderungen: Aharöin, Aharon, Ahron, Ohron, Ochron, Arn, Ahrojnko, Ajsik, Arkadius, Arngold, Arnold, Aro, Oro, Armin, Aron, Orun, Arzi, Artsche, Orlik, Ortschik, Hemerlin, Hemmerlin, Selig, Seligman, Selikin, Selik, Selikman, Schikar, Ahrele, Aral, Are, Arke, Arko, Orko, Arel, Arele, Orel. Orelo, Orule, Arnojn, Arojn, Aru, Uron. Dazu möchte ich noch Urke hinzufügen. Die meisten Abweichungen sind wohl Folgen der in verschiedenen Gegenden verschiedenen Aussprache des Hebräischen. Die Verwechselung von Aaron mit Ajsik zeugt jedoch für grobe