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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1913-01-01 · 1 (1913) · p. Seite 24

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
16 (1913)
Issue
1 (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 24 (sequence 31)
Language
German
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Jizchak, der durch die Opferung auf Moria geheiligt war, war es nicht gestattet, außer dem heiligen Lande, wo der Götzendienst blühte, sich aufzuhalten1). 265 ^p2 Dm2K yr2W 2py „Weil Abraham auf meine Stimme gehört." Das Wort DpJ? ist im Zahlen wert gleich 172, Abraham erkannte, wie schon früher berichtet, im dritten Jahre den alleinigen Gott und bekundete diese Erkenntnis mit heiligem Eifer bis zu seinem Tode, der im 175. Lebensjahre erfolgte2). TTTim TlpD ^E!pEt^ Und meine Gebote, Gesetze und Lehren bewahrte. — Daraus wird gefolgert, daß Abraham sowie die Frommen der Zeit die Lehren des auf Sinai gegebenen Gesetzes beobachtete. Doch wie durfte dann, so wird gefragt, Jakob zwei*Schwestern, Amram, der Vater Mosches, seine Tante ehelichen, da es das sinaitische Gesetz verbietet? Die Heilighaltung der Gesetze, so ist die Deutung, lag nur jenen ob, die im Heiligen Lande ihren Aufenthalt hatten, und Jakob sowie Amram weilten nicht dort, als sie jene Ehen schlössen. Doch warum heiligte Joseph in Mizraim, fern vom Heiligen Lande, die Sabbatgesetze? Sie dünkten ihm wichtig genug, sie auch dort nicht zu übertreten3). 2610 rPWJ? nNT DD tPD'CN ->C*01 Abimelech sprach: „Was hast du uns getan, daß du uns sagtest, Ribka sei deine Schwester und nicht dein Weib!" In dem ähnlichen Falle, in dem Abraham dem mizrischen Könige gegenüberstand, rief Pharao: rwy HKT DD „Was hast du mir getan!" Pharao mußte dem Abraham betreffs seiner Untertanen zugestehen, daß sie, der Unzucht ergeben, die Sara auch als sein Weib nicht geschont hätten, während er für sich allein die gute Meinung, daß er das Weib eines anderen achte, in Anspruch nimmt. Abimelech jedoch versichert dem Jakob, daß Ribka als Weib Jizchaks auch vor seinem Volke, das tugendhaft wie er, geschützt sei. Aus diesem Grunde riet Pharao dem Abraham, daß er von hinnen gehe, da auch die Bekanntmachung, daß Sara sein Weib und nicht seine Schwester sei, sie vor Belästigungen nicht retten könne, während Abimelech den Jizchak zum Verweilen einlud, da seine Untertanen dem Weibe eines anderen sich gewiß nicht unehrerbietig nahen würden4). 2612 DnjW HNE KSDn jnn Jizchak säte und erntete das Hundertfache. Der Segen Gottes, sagt der Talmud, ruht nicht auf dem, was gemessen und gezählt wird; hier geschah es jedoch zu dem frommen Zwecke, daß der vorgeschriebene Zehnt abgesondert werde5). 2) Rasi z. St. 2) Bech. z St. 3) Bech. z. St. 4) Bech. z. St. 5) Bech. z. St.

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