Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 16 (1913)
- Issue
- 1 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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— 21 — Haint (jetzt), weinen is a Teiwe (wem frommt es)? As (daß) a Klesmer soll sain gor a N'keiwe (eine Frau)? Zi hot main Gelle (Frauenname) Gor giwust, wos is Kapelle, Nor (nur) Tog, ganz frih, — Freg' (frage), wu (wo) is (ist) sie? Zumolk'n die Bheimes (Kühe), Zugideck mit alte Scheimes (Blätter von unbrauchbar gewordenen [Gebetbüchern), Nägelwasser derlaingen (Wasser, um die Hände zu waschen, holen), — Allein (sie selbst) is sie in Schul' (Synagoge) awekgigaingen, Gibet'n bai dem Eibersten (Gott) a Bakosche (ein Gebet) Farn Mann Gisund un Parnosse, — Gikummen aheim (nach Hause) Gor nit wie sie schein — Mit die Jünglech (den Knaben) Zizes gikuscht (Gebetfäden geküßt) Un mit die Mäidlach Broche (Benediktion), — A Jüdene an-ehrliche a proste (einfache, tüchtige jüdische Frau),. Ober (aber) in Stub (zu Hause) a Baleboste (gute Wirtin)! Gwalt, die yarzaitige Welt, Wos hot uns gifehlt!" A heim, a heim, a heim (ins Jenseits) Mus men doch gein, Es helf doch kain Jomer Un kain Giwein! 2. Beise Chaleimes (Träume) Tut doch der Menz trachten, Wenn der Malachhamowes (Todesengel) Tut dem Schwert scharf?n usw. Aus einem Theaterstück: Chochmas Schelomoh, von den Jeschiwobachurim in Nowogrudek in den 60er Jahren aufgeführt. Zeena ureena. Ins Hochdeutsche übertragen von Sal. Gold Schmidt, Hamburg. Mit Anmerkungen versehen von Dr. A. Marniorstein. (Fortsetzung.) 2522 rü")p2 CODH l$nrm Es stießen sich die Kinder in ihrem Innern. Der beiden Charaktere gaben sich wunderbarerweise schon im Mutterieibe kund. Denn, so erzählt der Midrasch, wenn die Mutter an einem Götzentempel vorbeiging, drängte sich Esau, bei