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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1911-01-01 · Heft 4 · p. Seite 152

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
14 (1911)
Issue
Heft 4
Date
1911-01-01
Page
Seite 152 (sequence 16)
Language
German
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— 152 — kannten Mainionidesl) eine große Reihe von diätetischen Vorschriften angeführt, welche den Geist reicher Erfahrung wiederspiegeln und uns an die Lehren moderner Diätetik gemalmen. Vor allem predigt die jüdische Religion der Mäßigkeit und Enthaltsamkeit in Speise und Trank das Wort. Diese Lehre, welche das Grundprinzip aller Diätetik enthält, bietet eine sichere Richtschnur für die Nahrungsweiser ist eine Norm für die ganze Lebensführung. Otto Salomon, ein jüdischer Reformer der Schulhygiene. Mit Benützung brieflieber Mitteilungen der Herren Dr. M. Fried in Stockholm und Dr. Cb. Kocb in Goeteborg. Vom Herausgeber. Die wichtige Frage der körperlichen Erziehung der Schulkinder, die jetzt in lebhafteren Fluß zu geraten scheint, hat vor etwa drei Jahrzehnten in Schweden eine Lösung gefunden, die der Beachtung unserer Pädagogen und Schulhygieniker nicht unwert erscheint. Bereits um die Wende der siebziger Jahre waren hier und da schwedische Erzieher mit dem Versuch hervorgetreten, den üblen Folgen geistiger Ueberanstrengung der Schulkinder durch „Slojd", wie man es dortzulande nennt, d. h. durch Handfertigkeitsübungen, wie Laubsäge- und Tischlerarbeiten, nach Kräften vorzubeugen. Als Muster diente die Hausindustrieschule für Bauernknaben, die Otto Salonion, ein blutjunger Landwirt mit ausgesprochener pädagogischer Neigung und Begabung, in Nääs bei Gotenburg auf dem Gute seines Oheims August Abrahamson auf dessen Kosten eingerichtet hatte und selbst leitete, und an die sich 1874 eine Mädchenschule angliederte, in der im Weben, Nähen und Kochen unterrichtet wurde. Mit der Inspektion aller im Aels borgslän dam als bereits vorhandenen Slöjd-Schulen betraut, eröffnete Salomon 1875 ein Slöjdlehrerseminar mit einjährigen Kursen nach einem Plan, den er in der schwedischen Zeitschrift für Landwirtschaft veröffentlicht hatte. Nachdem es ihm gelungen war, weite Kreise des schwedischen Volkes auf die erziehliche Bedeutung des Slöjd aufmerksam zu machen, wozu besonders seine grundlegenden Schriften „Nägot om slöjd och slöjdundervisning" („Etwas über Slöjd und Slöjd-Unterricht") und „Slöjdskolan och folkskolan" („Die Slöjdschule und die Volksschule") beigetragen hatten, lernte er auf einer Reise nach *) In den Briefen über Diätetik, übersetzt von Winternitz, im Kommentar zu Aboth Kap. 4, Mischne Thora I, besonders im Führer der Verirrten „More Nebuchim". Vgl. auch J. Münz, Rabbi Moses ben Maimon. Sein Leben und seine Werke.

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