Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 14 (1911)
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 44 (sequence 44)
- Language
- German
- Belongs to
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Name ist — Sabbat. Turnus Rufas fragte Rabbi Akiba, warum gerade der Sabbat mehr sei als die anderen Tage der Woche. Akiba erwiderte: Warum bist du mehr als alle die anderen Menschen. Der König, versetzte der Feldherr, hat mir die Würde verliehen. So hat auch, sprach Rabbi, der König aller Könige dem Sabbat den Vorzug gegeben, und wir beugen uns freudig seinem Willen" i). □INH nx "SPl. Und Gott bildet den Menschen. Bei dem Worte "12i"l steht der Buchstabe 1 doppelt, während bei der Erschaffung des Tieres dieser Buchstabe in dem gleichen Worte nur einmal steht. Dieser Umstand deutet darauf hin, daß dem Menschen die gute und die böse Begierde und dem Tiere nur ein einseitiges, gedankenloses Dahinleben verliehen wurde2). 27 G»n Düm VDiO n^l. Und er begabte den Menschen mit dem Lebensodem. — Der Schöpfer brachte an den sechs Schöpfungstagen abwechselnd den Himmel und die Erde der Vollendung nahe, um keine von beiden zurückzusetzen. Am ersten Tage schuf er den Himmel und die Erde, am zweiten festigte er den Himmel, am dritten schied er die Erde von den Wassern, am vierten ließ er die Sonne, den Mond und die Gestirne am Himmel erstrahlen, am fünften bevölkerte er die Erde mit den Tieren und am sechsten Tage schuf er des Menschen Leib aus der Erde, die ihn auch nach seinem Tode wieder beherbergen soll, und den Geist nahm er von den Unsterblichen im Himmel, zu denen die Seele nach der Trennung vom Leibe wieder zurückkehrt3). 2s ]"J?2 p ]?&0^. Und Gott pflanzte in den Garten den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis. Der Mensch sollte sich von dem Genüsse des letzteren hüten, der ihm den Hang zur Sünde beibringen werde, und hätte er dieses Gebot nicht übertreten, dann wäre ihm der Genuß vom Baume des Lebens nicht versagt gewesen. Doch er handelte diesem Gebote zuwider und verwirkte den Vorzug des ewigen Erdenlebens. Und Gott vertrieb ihn aus dem Garten, damit er nicht vom Lebensbaume pflücke, dessen Genuß er verwirkt hatte4). 2 n mcn niD IjEC "jtotf OV2 ^D. Denn an dem Tage, an dem du vom Baume der Erkenntnis essen wirst, mußt du sterben. Doch der Allgütige ließ ihn an jenem Tage nicht sterben, er schenkte ihm vielmehr einen Tag von den göttlichen Tagen, die tausend Jahre währen. Als Adam jedoch prophetischen Geistes sah, daß Israel eine Zeit bevorstehe, da es eines Mannes in der Not und Verwirrung bedürfen werde, verzichtete er auf 70 Jahre der ihm zugedachten Lebensdauer zu Gunsten des Königs David5). GR. K. 11. 2) Rascki II 6. 3) Raschi II 6. 4) Bach ja p. 25 a. s) Bachja p. 26c.