Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 13 (1910)
- Issue
- 1 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 152 (sequence 176)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Mentioned entities
- Hrodna 1× ep/1044655
- Slonim 1× ep/1000502
OCR text
— 152 — 5. Dus Wäb nebbech in der Hein Varschelt seeh ihr Lejbn, Wus men hot ihr asaj Mann gegebn, A Parch, a Njichlij (poln. Schmutziger), A Ledak in a Schiker, Wus se hert er sie, Er sugt, er is der Ikr. Dus senen usw. 6. Si miss nanjlschen (poln. pflegen) sieben Kinder Itlechs basinder, Dus erschte ouf die Hend hejbn, Dus tswejte unsejgn, Dus dritte schlufn lejgn, Dus verte aronsfihrn, Dus fifte ihm Parch schmirn, Dus sekste ubtsitzwugn, Dus sibete hajtje (poln. spazieren) trugn. Dus senen usw. 7. Er sitzt dech in Klasl, Darschtipt wie a Masl. Varchmuret (poln. verfinstert) in foul Tn schipschit mit dem Moul. Dus senen di Mliches Vin dem jidischn Jiches. Zur russ.-jüdischen Volkskunde. Von Äf. Sablozky, Kowno. In Slonim (Gouv. Grodno) hat die jüdische Gemeinde jährlich einen Fasttag am Mittwoch der „Chukkatk-Woche". Einst haben Kosaken die Stadt bombardiert. Die Kugeln sind aber alle in den Fluß Szcara gefallen und haben keinen Schaden verursacht. Zum Andenken hat man den Fasttag eingesetzt. Noch heute zahlen die Slonimer Juden, die nicht fasten wollen, an diesem Tage einige Kopeken für das hiesige jüdische Spital. 1. Wu stehen in der Tojre die Wörter*, „wös", „sog", ,.dos"? — (4. JB. M. 6, 4) kjt„ isn o>:mnD; (i. B. M. 16, 8) "n$Occ rro (5. ß. M. 33, 2) 10-pT"n-"-^\N\ 2. Warum macht man nit a Ojwen (Ofen) von Putter — es soll zugehn? 3. Wenn Tischebow is chal (fällt) um „Resch chojdesch", bedarf man sagen Hallel oder nein? Wenn es soll nicht stehn kein Kroh (Schriftvers und Krähe) ojf a Chasir (Schwein) — wollt man ihm mögen essen.