Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 13 (1910)
- Issue
- 1 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 130 (sequence 154)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Minsk 1× ep/1000754
- Vilnius 1× ep/1000947
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— 130 — B) Omar RawPupe: Koni Kupe (kleinruss.: Ich kaufe ein Pferd) Omar Abaje: Skolko ti daje (Wieviel gibst du?) Omar ßawine: Tri spol o winj (Drei und einen halben Rubel) Omar Raw Aschi: Pust na paschy (Weide auf der Weide)! Mitgeteilt von Sam. Rabinowitsch aus Uman, Gouv. Kiew. C) Omar Abaje Die Klotz is a naje (neue). Omar Rawine Die Klotz is a dünne. Mitgeteilt von meiner Frau aus Wilna (Litauen). 7. Ope Anne Bosse Hanne Lite Lote Chiremote Im Birn Szus, Knis, Knas Ein Kätzele obgischlogn Keiner weiß nit, vun wos zu sog'n Nit eins, nit zwei usw. bis zehn. Man legt die Hände auf den Tisch und eines der Kinder zählt die Finger. Der Finger, auf den zehn fällt, wird eingebogen und wird nicht mehr mitgezählt. Mit dem letzten gebogenen Finger ist das Spiel zu Ende. Aus meiner Kindheit. Nowogrudok, Gouv. Minsk. 8. Kturi est pan Boch? (Wer ist der Herr Gott?) Man schreibt auf Zettelchen: Boch (Gott) Melach (König) Malke (Königin) „Wor" oder Ganew (Dieb) Taljon (Henker). Jeder Spieler zieht ein Zettelchen. Die Zettel legt man in eine Jarmolke (Käppchen). Einer der Mitspielenden hält die Jarmolke in Händen und jeder nimmt ein Zettelcheu heraus. Der die Jarmolke hält, ruft mit lauter Stimme „Kturi est pan Boch" (halb poln., halb russisch): Wer ist der Herr Gott? Der „Gott" antwortet: „Ja Boch" (ich bin der Gott). Dann fragt einer: Ä gdze Wor (weißrussisch Wer ist der Wor (Dieb)? Der „Herr Gott" hat aus dem Mienenspiel der anderen zu erraten, wer der4„Dieb" sei. Wenn er den Rechten errät, wird „der Dieb" ,,hingerichtet", wenn nicht, der „Herr Gott" selbst. Das Urteil, wieviel Schläge mit einem Handtuch aufgezählt werden sollen, wird vom Könige und von der Königin gesprochen. Die Schläge werden vom „Taljon" verabreicht. (Dieselbe Quelle.)