Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 13 (1910)
- Issue
- 1 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 117 (sequence 141)
- Language
- German
- Belongs to
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— 117 - Alle in Mizrujim: Diener, gej, sug dem Kinig As se is gikimmen der Vuter mit die Brider. Josef: Ich bin nit kein Terk in nit kein Tuter. Ich bin sech gikimmen sejen mit man alten Vuter. Ich hob asach [viele] Schuf un asach Rinder, Ich hob a schejne Fru mit 2 schejne Kinder. Ejner hejst Menasche in ejner hejst Efrujim, Ich bin giworen Kinig iberen ganz Land Mizrujim. Wus is dus far a Geschrej, wus is dus far a Gerider? Dus is man Vuter, Dus is mane 11 Brider. Jeinkew: Dus is take [wirklich] Joseflejbnoj man Sihn, Wus 22 Juhr is er nit gikimmen ahin, Ich hub gemejnt, er ist varbaj In hineni Josef chaj [nach Gen. 45,28]! Volksmedizinisches aus dem jüdischen Mittelalter. Von Dr. J". Wellesz. D^n1?. Besprechung von Krankheiten, Wunden. Im allgemeinen scheint die Besprechung von Krankheiten und Wunden durch einen Nichtjuden gestattet gewesen zu sein. Eine Ausnahme bildeten hiervon Götzendiener, die einen fremden Kult trieben, wie auch Judenchristen, die bei den Heilungen den Namen Jesu anriefen. So erzählt jer. Talmud Sabbat XIV. Ende von Ben Dama, dem SchwestersohneR. Ismaels, den Jakob aus Kefar Schekhanja, ein Judenchrist im Namen seines Meisters von einem Schlangenbisse heilen wollte; doch gestattete dies R. Ismael nicht. Daraus folgerte man in späteren Jahrhunderten, daß Besprechungen, bei denen fremdkultische Ansichten nicht zu befürchten sind, erlaubt seien. Raschi zu Sanhedrin 101 a vor ppVDi teilt über Wundenbesprechungen folgendes mit: ■tsm r^pbn hy ptDD i^irh Tidnj mhn DT.p ppib nwrbüjn pt? ]wbi oiy \nh jnoiDi lyb 'hi jniN^ow jnnriN ppib p-nty nwrh npy^n by nwn tdtdi npym ."ins* wnt> n^v IiDn ^ni inioi '•m y\<n Ty!?n mpn ptsfa n^x tidn Tijn „Die Besprecher pflegen vor dem Spruch auszuspeien, es ist daher verboten, einen Bibelvers bei der Besprechung zu erwähnen. Bei anderen Besprechungen, die in nichthebräischer Sprache gehalten werden, wird auch ein Gottesname erwähnt. Mein Lehrer sagte mir (nach Manasse b. Israels Q"n nofiSU III, 25 cap.: Jakob b. Jakar), daß dies erlaubt sei, verboten wäre nur die Besprechung nach dem Ausspeien, wobei ein Gottesname genannt wird, ferner nur in der heiligen, aber nicht in einer fremden Sprache."