Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 13 (1910)
- Issue
- 1 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 55 (sequence 79)
- Language
- German
- Belongs to
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— 55 — Schutz, Kinder, so sprach mein Freund (Oott) zu mir1). Die^ Thora rühmt sich zu Gottes Füßen geruht, in seinem Schatten gewohnt zu haben, bevor sie auf die Erde kam3). In seinem (Gottes) Schatten wünschte die Gemeinde Israels — bei der Offenbarung — Schutz zu finden, daher antwortete sie: also tun zu wollen3). Und im rührenden Gebete für die Erlösung bittet Israel: Eile mein Freund (Gott), solange die Hoffnung auf Erlösung weht, eile, daß die Schatten (Elend) von uns fliehen4). In einem anderen Gebete: Verlobe dich ihr (Israel) wieder, scheide dich nicht mehr von ihr; lasse aufgehen das Licht ihrer Sonne und fliehen die Schatten5), Während aber der Pijjutdichter sich bloß auf seinen Gegenstand beschränkt und nur hie und da einen Seufzer ausstößt, hat sich der Selichadichter ein anderes Ziel gesetzt. Er erhebt den Weheruf des verfolgten, bis zur Verzweiflung gehetzten Israel. Er hat das Stöhnen der Gemarterten, den letzten Seufzer der Märtyrer in Versen ausgedrückt. Er ist das Echo eines unglücklichen Volkes, das während seiner langen Leidenszeit nur in seinem Glauben bei seinem Gotte Schutz sucht, in seinen schweren Prüfungen unter die Flügel Gottes flüchtet. Daher finden wir in der Selicha nur einmal das Wort Schatten für den Ausdruck der menschlichen Hinfälligkeit6), öfter in der Bedeutung: von Beschützer neben Führer, Hirte und Hüter7), sonst überall als Schutz und Zuflucht. Zumeist wird es mit non verbunden, in einzelnen Fällen mit W), >sa9),-na10), pa)11, pn12), rrn13), *onu), pm15), *) iski nay ^xn ion ^a Pesach. II p<sK; ian >SÄa ion ■» Dsnpon Jozer II, Sabb. nx. 2) vSy •»jmjti rSaa wa vSanS wa Schabuot I pna* 3) rwyS p nrrtsm mcn nSxa mom. Das. II num lSsa nrm Jozer thk. 4) n?D cSSäH 1W1 t^»n Peszach. I nna (Geulah). 5) d^SSäh icai nvw -nx nSym nwb spsin Ski nwipb iwr Pesach. VII dv. 6) SäD D.TEP SäHI HIB Selicha Jörn Kip. Mussaf \hS». 7) Nach Ps. 121, 5 1/>Ä1 •raitf Techinna mpD* '■S'Jtt now Schir ha» Jichud IV. Rosch ha-Sch. Mussaf HDia«. noittn Sä njfTO am: Selicha I Tag. •»D pK* 8) nS.HKa hSäsI Sukk. I #atf. Bei Juda ha-Levi ■jdxjt1 n«r Säi Nr. 23, p. 119. 9) D^an Uta "tmip Sä Pismon hät nach Oen. 19, 8 s. unten D^soS Note 12. 10) vSÄa "»nna s. oben. Elieser Aschkenasi D*na Ulm iSÄai — *"|tya 'H. u) ^aaiaS ^D"» Sä Schekal. ipm. HaataS '"[T SÄa Selicha. Gedalja-Fasttag •n nx. owa m\H nSÄa Zachor d\hSk. 12) DpaH aSÄai D*iDP Jozer Purim WK. 13) D^jjn SÄa yatf rwnb s. oben. 14) pwh nSÄan WKannS öSÄa Schachar. I Rosch hasch. ttötföa s. oben fiSÄan. Pismon vr Sä ttioarp. *5) wpnriö iSÄai Gebet für des König SkH iOM.