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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1910-01-01 · 1 (1910) · p. Seite 42

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
13 (1910)
Issue
1 (1910)
Date
1910-01-01
Page
Seite 42 (sequence 66)
Language
German
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— 42 — m^ö plur. Zech. 14, 20 wird allgemein für Schellen i^als Zierat und Amulet G, 14) erklärt, die am Halse des Pferdes angebracht sind (Raschi, I. Ezra, Kimchi). Ibn Ganäch verbindet es mit bv. Auch die beiden Talmude leiten es von bx ab. Was heißt didh R. Josua b. Levi erklärt: Einst wird Gott Jerusalem um soviel vergrößern, h^m p didw ny, d. h. nach Raschi: so lange, wie ein Roß bis zur Hälfte des Tages läuft1). R. Simon tradiert im Namen R. Josua b. Levi: rww p Dionty Dipa iy bx, bis wohin ein Roß läuft und keinen Schatten wirft2). Beide Stellen erklären by für ny.3). ntoaa Zech. 1, 8 Peschito und LXX denken an bv, eine Ansicht, die auch jetzt noch Vertreter hat4). Angebliche Composita: Für ein Compositum von gilt den agadischen Schriftauslegern nbxm Jesaj. 35,1 und Cant. 2, 1. Es wird in bx und nan (verbergen) oder in und aarr (lieben) aufgelöst5), nbxm und ist eigentlich dasselbe. Ersteren Namen trägt die Blume, solange sie noch klein ist, ist sie aber groß geworden, heißt sie nm nbxzn bedeutet, sie ist im eigenen Schatten verborgen6). bxbx Jesaj. 18,1 nach Targ. Segel der Schiffe. So auch Kimchi, weil die Segel Schatten werfen. Nach Raschi, weil das Land von den dahinziehenden Vögeln beschattet wird7). bxbx Deut. 28, 42. R. Tarn erklärt, es bedeute Menschen, die das Land wie ein Schatten bedecken. Dem entspricht bxbx DTO8). flizfrx wird von der Tradition einhellig in jno-ht aufgelöst l) b^ü bedeutet: es hat den Schatten unter sich. Während des Tages bescheint die Sonne den Körper seitlich und der Schatten fällt auf die entgegengesetzte Seite, aber Mittag steht die Sonne am Zenith des Himmels^ so kommt der Schatten hinter den Körper. Peszach, 50 a. 2; j, Peszach. 30 b, 62. 8) Bacher, Pal. Amor. I 150, 276. II 44. 4) Peschito p^ttö"! und LXX tcov /igTaraicov s. Ges. Thes. 1169* vergl. O. 14 s. v. 5) bxbvz "»T by f?Ä p^n ^b WWW oder b$ wn Cant. r. Buber 1, 20. o^Jto b%2 man, tds 'n, nvsbo b$z 'n das. und Cant. r. zu 2, 1 ist noch o1» bv )b%2 'n. •) Cant« r. z. St. nbsn msntP, Bacher, Pal. Am. III 264, 4. man wird noch auf die Wüste, Erde, und die Unterwelt angewendet. Cant. r. a. a. O. Über Sosanna, s. J. Low, Wiener Zeitschr. f. d. Kunde des Morgenl. XXII 154 ff. 7) Peschito xbbtol Saadja und Abulwalid »beschattet«, s. Ges. Thes. 1167. Saadja erklärt: D1K ^2 fmiD QnjiDtf 0*3500 OJWttW d*»d:5 bxb$ p#T Em. Ved. 8, 6. ^at^Ä 1*7 p«njj H5! *6 B. bathr. 75 a nach einer Version bvt auch R. Gersom. Hiob 40, 31 n^n ^srtat bedeutet nicht Schatten. Peschito übersetzt: iOOT a^ton «ril wo es ohne Zweifel KIOT heißen muß. Salomos Thron wurde von Vögeln beschattet. Dahnhardt a. a. O. 321. Den Leichnam des Königs David ließ sein Sohn Salomo von Adlern beschatten. Ruth r. 3,2. Andere Sagen über beschattende Vögel, s. Dahnhardt a, a. O. 324. 8) Toszaf. b. Kam. 116 b, s. v. fww.

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