Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 13 (1910)
- Issue
- 1 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 6 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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in den Park mit Fr. v. Ephraim. Wir fuhren in zwei Wagen. Fr. v. Arnstein nahm einen Mann mit einem Dudelsack. 360, 367: Klara Herz, Marianne Saalings Schwester. 468 Arnsteins lieb ich gewiß. 111,354 (1825) an Gentz in Wien : Also speisen Sie noch manchmal bei Fr. v. Eskeles? 570 an Fr. v. Ephraim in Wien. Die gleichen Charakteristiken findet man bei Nostitz, Der Wiener Congreß, Vehse, Wurzbacli, Grässer, Leisching 65, 69, Dela Garde I, 456. Über F. v. A/s Tätigkeit für die Tiroler 1809 vgl Tänzer, Das Jahr 1809 u. die Juden. Eskeles hatte sich früher bekanntlich um Moses Mendelssohns Tochter Henriette beworben (vgl. Hensel, Die Farn. Mendels. 50). Nach E. Peschel u. E. Wildenov, Th. Körner (S. 324) hängt ein Miniaturbildnis Henriette v. Pereiras (1780—1859) im Körnermuseum. Sie war K/s eifrigste Gönnerin. Dort auch Näheres über Caroline Pichler und den ganzen P e r e i r a'schen Kreis. Die Liebeslegende (auch in dem erwähnten Feuilleton) zerstören die Daten der folgenden hier zum ersten Mal veröffentlichten Urkunden. Zu ihrem Verständnis sei vorausgeschickt, daß am 18. Juni 1818, zehn Tage nach Fanny v. A/s Tode, eine »Todten-Feyer für die wohlgeborene Frau Franz iskaFreyin von Arnstein-Itzig, veranstaltet von den Herren Vorstehern der Israeliten in Wien, in ihrem Andachtshause« stattfand, und daß ihr Name in die Haskara des Tempels in der Seitenstettengasse aufgenommen wurde (vgl. Husserl, Stadttempel S. 138). Die »Ordnung der Feyer«, die bei Anton Schmidt im Druck erschienen ist, lautet: »Sie wird mit Trauergesang, begleitet von der Harmonika [sie!], eröffnet. Der Vorbether der Synagoge singt dann drey Psalmen, nähmlich Kap. 17, 81 und 49, wo jeder Vers von einem Chor junger Schüler wiederhohlt wird. Hierauf tritt einer aus der Versammlung vor das Tabernaculurn, und hält die beygedruckte Rede zur Todten-Feyer usw. Nach Vollendung derselben steigt der Vorbether auf das Almemmar, und verrichtet, umgeben von den Herren Vorstehern, das Gebeth für die Verstorbene, das mit dem 2>Hp sich endigt. Der Vorbether gehet wieder zur vorigen Stelle zurück, und singt nach oben beschriebener Weise andere drey Psalmen, nähmlich Kap. 86, 90 und 102. Den Beschluß macht ein Trauergesang wie zum Anfange.« Dieses »Oebeth für die abgeschiedene Seele« ist ein ausführlich gehaltenes Menncha nekhona, »Frey übersetzt von Herz Homberg«, dem bekannten k. k. Schulrat, der während seines mehrjährigen Aufenthaltes in Wien als Prediger fungiert hat (M. Kayserling, Aus Österreichs vergangenen Tagen in d. A. Z. d. Jud. 1896). Von ihm liegen drei gedruckte Leichenreden vor: bei Beerdigung des Arztes am Wiener jüd. Spital Dr. Elias Hirschfeld 1815, bei der des ersten 1793 gewählten Vertreters der Wiener Juden David Wertheim am 26. Aug. 1817 und die bei der Trauerfeier für