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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1910-01-01 · 1 (1910) · p. Seite 5

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
13 (1910)
Issue
1 (1910)
Date
1910-01-01
Page
Seite 5 (sequence 50)
Language
German
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— 5 — men war, fragte ihn Marianne, als er zum Konzert erschien, ob er als Kurier von Berlin käme (266). »Auch blieb ich nicht lange, zumal der politische Zwiespalt in den Familien immer sichtbarer wird. Vorgestern mittag (ich aß bei Es kel es mit Jordan) waren bei Arnsteins zufällig nur Preußen am Tisch, daher hatte er (Arnstein) verweigert, an den Tisch zu kommen; die Ephraim hätte ihn nur mit Tränen dahin gebracht. Frau v. Arnstein hatte davon nichts gewußt. Als sie diese Szene erfuhr, sagte sie ganz ruhig: »Ihr verderbt ihn mir, hätte ich es gewußt, hätte ich ihm gesagt: iß Du hübsch unten allein, ich werde Dir alles schicken.« Gegen mich sind beide Männer sehr artig und zuvorkommend. Eskeles ist sehr gescheit, Arnstein nicht sonderlich, aber sonst ein guter Mensch.« S. 268 wird eine Einbescherung bei F a n n y v. A. geschildert, an der auch »der Staatskanzler« (Hardenberg) teilnahm.1) Daß Kaiser Josef II. Fanny v. A. wiederholt auf der Straße angesprochen habe, berichtet G. Wolf (Zur Culturgeschichte in ÖstenvUng. S. 23), über ihren Anteil an der Gründung der Wiener Gesellschaft der Musikfreunde s. »Osten*. Rundschau« 1905, S. 308. In Varnhagen v. Ense's Buch über R a h e 1 berichtet diese I. S. 244 April 1801 aus Paris: »Arnsteins kommen auch«. 330: »Frau v. Stael ist in Wien, ich möchte fast sagen bei Frau v. Arnstein«. 420 spricht sie von Fr. Ephraim, 543 von Fr. Oppenheim; II. 137 lobt sie Abr. Mendelssohns und Barth oldy's »Benehmen«, 144 schreibt sie von Fr. v. P e r e i r a und M a r i a n n e S a a 1 i n g, 155 von den »Arnsteinschen Damen«, 249 Dez. 1814 über F. v. A., 258 heißt es von Eskeles: ». ... Auch habe ich, trotz allem Sträuben, vorgestern fürstlich bei Eskeles gespeist! Da war es auch hübsch; wenig Menschen; der Dr. B u c h h o 1 z2) aus Lübeck mit seiner sehr hübschen Frau ... Eskeles, den ich sehr liebe, weil ihm seine Klugheit bis aus den Poren dringt; er ißt, er schweigt, er lacht klug; er sagt lauter Selbstgedachtes, Originales, ja! er amüsiert mich in gewissem Sinn hier besser, als alle andere Leute, weil er ganz altvaterisch geblieben ist, mit geistigen Gaben, und ein rauhes Leben über ihn weggegangen ist, welches er ganz nach seiner Art bearbeitet hat, und lauter Originales davon ausgiebt, mit der Aisance des gelebtesten Menschen auf gut alttestamentliche Weise .... 11. März 1815 war hier auf einer gewöhnlichen Soiree gestern bei Arnsteins, Fr. v. Ephraim. Heut morgen mit der Arnstein bei einem brillanten Konzert. 274 Fr. v. Ephraim ist alle Tage bei mir, vgl. 278. 281 5. IV. 1815: gestern aß ich sehr gut bei der Arnstein. 292 Baden 19. Juni: etwas J) Wie die FürstinMetternich sich bei einer solchen Einladung im Hause Eskeles benahm, berichtet L. A. Frankl in seinen Erinnerungen (hersg. v. Hock) 234 f. 2) Der Vertreter der Juden in den Hansestädten. 2*

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