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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1910-01-01 · 1 (1910) · p. Seite 38

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
13 (1910)
Issue
1 (1910)
Date
1910-01-01
Page
Seite 38 (sequence 43)
Language
German
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— 38 — 1. Über die Taxation. 2. Sämtliche Steuerabgaben. 3. Zugehörigkeit zur Gemeinde. 4. Todesfälle. 5. Weisenversorgung. 6. Privatabgaben und umfaßt die §§ 169—208. Mit Angabe des Datums sind die Verordnungen: 2. [Sonnt. 16. Marcheschwan 1689], 8. [5. Ijjar 1716], 14. [1690], 30. [5. Ijjar 1716], 31. [24. Ab 1727], 92. [13. Ijjar 1733], 154. [9. Elul 1645], 170. [Mittwoch 10. Ab 1720], 176. [26. Adar 1690], 191. [10. Siwanl744]f 193. [6. Abl732]. 196. [Sonntag 6 Tag Ostern 1723], 198. [12. Ab 1720], 199. [28. Adar I. 1739], 200. [26. Adar 1690], 202. [Halbfeiertag Ostern 1737], 203. [Sonntag 4. Tag Pesach 1698]. 204. [Dienstag 26. Adär 1690], 205. [8. Nisan 1723], 20S. [Dienstag 4. Adar 1707] und 207 [11. Schebat 1720]. _____ pag. 9. 1. Sollen [zwei Vorsteher] sein [in unserer Gemeinde], welche [nach Stimmenmehrheit] gemacht werden [nach dem Schabuotfeste zur Zeit der Gemeindeversammlung zur Erneuerung der Steuern], so bleibt aber [die festgesetzte Steuer unter Siegel] bis [vorher] die Vorsteher [gewählt] sein1). 2. [Verordnung des Rabbiners Abraham Broda2), Sonntag 16. Marcheschwan 450 (1689), folgt die wörtliche Abschrift. Die [zwei Vorsteher], welche [von der ganzen Gemeinde gewählt] werden, sollen [den obligaten Schwur] tun, daß sie wollen [der Regierung und der Gemeinde] getreu sein und [alles zum Allgemeinwohl] und niks [aus Haß oder Eifersucht] tun, die [Eidesleistung] soll sein bei ein Siddur vor ganz Kahal. 3. [Verordnung] laut Zettel [ohne Datum und Unterschrift Handschrift des Moses Chasan]. [Die beiden Vorsteher unserer Gemeinde] sollen [je einer einen Monat] Kahal führen, [nämlich] ein [Monat] umb den andern und wann einer ein [Rechts-Sache]3) hat, muß [dies beim Monats-Vorsteher]4) anklagen [und nach dessen Aussage soll der Streit beigelegt werden], sollt aber [eine Partei] nicht [mit dem Urteile oder dem Vergleich einverstanden] sein, so kann er es an Kahal apahliren5) [nämlich] mit Erlegung laut [Verordnung 4, 35] Zalmer6) sage 35 Kr. 4. Wann ein [G. M.]7) etwas [bei] Kahal vorzubringen hat, muß er [zum M. V.] gehn und muß [bei ihm] 35 Zalmer, sage 35 Kr. erlegen, damit Kahal zusammentreten sollte, sollte aber ein Fremder Kahal verlangen, muß derjeniger eben [vorher beim M. V. ein Gulden zehn Zalmer] sage 1 fl. 10 erlegen. _ (Schluß folgt.) sind. 2) Siehe die Einleitung. s) to&tfö. *) BHH D^D. ß) d i. appellieren, 6) Zalmer der alte richtige Ausdruck für das noch jetzt in Polen von den Juden gebrauchte Wort Zal. Zalmer Pluralbild, von ühx Reichsapfel mit dem Kreuze auf der Münze. 7) G. M. Gemeinde. Mitglied rpSfi oder D^Ü '»tya.

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