Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 13 (1910)
- Issue
- 1 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 32 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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— 32 — mitteilte, am 4. Nisan 541 1781, dem Werke pns* HM? des Isak ben Josef aus Krakau (Benjacob. 572. 412.). Nach ihm wirkte David Deutsch, ein Lieblingschüler Ezechiel Landaus, geb. am 17. Chesvan in Neutra (in Ungarn), wo sein Vater Menachem das Rabbinat bekleidete. Jamnitz war seine erste Stelle, wo er bis zum Jahre 1790 amtierte. Sein Lehrer begrüßt ihn mit Herzlichkeit beim Amtsantritte (vgl. Noda-Bijehuda IL or. H. Resp. 371.) Von Jamnitz ging er nach Frauenkirchen und Wagneustadt. (Vgl. über ihn Magyar Zsidö Szemle, 1905, p. 310 und Magyar Rabbik III. 5.) Landau hatte auch sonst Beziehungen zu Jamnitz. Seine Enkelin, die Tochter des Samuel Landau, Verf. des fv»¥ heiratete den gelehrten und angesehenen R. Naftali Hirz Kohn, Sohn des Simon Kohn, der in seiner Hochherzigkeit der Gemeinde reiche Stiftungen hinterlassen hat. Das Repp. 109 im JD^ ist an Hirz Kohn gerichtet; schade, daß die ,w T\W W1H rtöÄD JlWjWl Statuten aus uralter Zeit verloren gegangen sind. Herr Samuel Kohn, der jetzige verdienstvolle Vorsteher der Gemeinde ist ein Enkel dieses Hirz Kohn.) Sein Nachfolger war ein gewisser Moses, nach dem Heiratsbuche der ehemaligen Althater öemeinde, im Jahre 1796. Rabbiner in Jamnitz. Der ist identisch mit Moses Jehuda Rosenfeld, der im Jahre 1806 nach Ung.-Brod übersiedelte, wo er bis zum Jahre 1828 Rabbiner war (vgl Frankl- Grün, Gesch. der Juden in Ung.-Brod. p. 69). Nach ihm scheint das Rabbinat einige Jahre verwaist gewesen zu sein, denn erst im Jahre 1830 begenen wir dem aus Pphrlitz stammenden Ahron Schüler, der nach löjähriger Amtstätigkeit in den besten Jahren, am 3. Febr. 1846 gestorben ist. Im selben Jahre übernahm David Oppenheim, ein Sohn des berühmten R. Ber. Oppenheim in Eibenschitz das Rabbinat. Oppenheim, in Leipnik am 18. Dez. 1846 geboren, war ein Schüler des Rabbiners S. L. Kauders in Pragf und des Nahum Trebitsch in Nikolsburg. Im Jahre 1857 folgte er dem Rufe der isr. Gemeinde in Nagy-Becskerek wo er bis zu seinem am 21, Okt. 1876 in Wien erfolgten Tode wirkte (vgl. über ihn Neuzeit 1876. 344 und das Verzeichnis der Nekrologe in H. B. XVI. 133.) Dr. Joachim Oppenheim, ein Bruder der Vorhergehenden, wirkte in Jamnitz vom J. 1857 bis 61, in welchem er als Nachfolger seines Vaters nach Eibenschitz ging. Von hier zog er nach Horn, wo er eine rege wissenschaftliche Tätigkeit entfaltete. Nach Oppenheim blieb das Rabbinat unbesetzt. Herr Ezechiel Kohn, ein Enkel und Schüler Samuel Landaus, ein angesehener und hochgeachteter Gelehrter versah die rabbinischen Agenden, ohne offiziel das Rabbinat zu verwalten. Erst im Jahre 1893 wählte die Gemeinde Dr. J. N. Weinstein zum Rabbiner. * Der Pinkas der Gemeinde Kuttenplan. Von Dr. Seh. Ocliser. Der größte Teil des folgenden Pinkas ist schon 15761) entstanden, also kaum daß sich die Judengemeinde in Plan auf zehn männliche Mitglieder vervollkommnet hatte, und trägt in dem neu umgeschriebenen um 1753 angefangenen Buche durchweg den Titel jß>»n Dpja »der alte Pinkas«. Fast alle Verordnungen, die in denselben aufgenommen wurden, beziehen sich auf den Gottesdienst und die Angestellten der Gemeinde. Über *} Der Schlußsatz des unten angeführten dritten Titelblattes scheint z. T. vom alten Pinkas abgeschrieben, die Suprapunktation ergibt 336 1576. Schon im jähre 1611 brannten einige Häuser im Judenviertel ab. Vergl. Ed. Senff, Gesch. der Herrschaft und Stadt Plan in Böhmen, Plan 1876, pag. 96.