Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 11 (1908)
- Issue
- 4 (1908)
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 163 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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— 163 — Am achten Tage wird die Beschneidung vom Eabbiner oder Schocket (Schächter) vollzogen und zwar sehr geschickt auf die übliche Art und Weise. Die Wunde wird mit dem mit Essig gefüllten Munde abgewaschen, dann mit gebrannter Wolle und einem Pulver aus gebranntem Ton bestreut. Nach 3 bis 4 Tagen ist die Wunde geheilt und das Kind ist wieder gesund. Die Namen, die Abb. 2. Bergjuden aus Temiz-Cban-Scbura. den Neugeborenen gegeben werden, gehören meistens verstorbenen Verwandten oder werden der Bibel entnommen, auch stehen sie manchmal in Beziehung zu irgend einem Gegenstand, wie z.B.: Tatli (süß), Scherebet (ein Getränk); häufig sind doch Männernamen wie Aslan (Löwe) oder Koplan (Tiger); bei den Frauen sind Namen von Edelsteinen sehr beliebt. Die Beschneidungszeremonie wird meistens in der Synagoge folgendermaßen