Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 11 (1908)
- Issue
- 4 (1908)
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 133 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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— 133 — dieser Mischsprache kommentiert, teils in Prosa, nach Art des Kommentars Zena u-r'ena zum Gebrauch der Frauen, von Jakob ben Isaak, teils in Keimen umgeschrieben, wie z. B. die Psalmen in mehreren Versuchen, die Bücher Samuel. Ja die biblische Geschichte wurde schon zu umgrenzten Gedichten verarbeitet, wie in der jüdisch-deutschen Davidide und anderen Versuchen jüdischer Nibelungen"1). Soweit Delitzsch. Leopold Zunz. Zunz in seinem Werk „Zur Geschichte und Literatur" wiederholt ganz kurz die bibliographischen Notizen aus Wolfs „Bibliotheca Hebraea", bietet indessen keine nähere Untersuchung der erwähnten Drucke sowie der Handschrift. In dem Kapitel über die Drucker und Drucke von Mantua 1476—1662 vermerkt er: „Ohne Jahr, aber vermutlich aus demselben Zeitraum, sind Samuel, ferner die Psalmen (Wolf t. IV, p. 201, 203)"2), und in dem Kapitel über die Annalen der hebräischen Typographie von Prag, vom Jahre 1513 bis zum Jahre 1657, heißt es: „b.aWB in 4. Das Buch Samuel in jüdisch-deutschen Eeimen, unpaginiert. Unter Budolphus. Bei Jakob Bäk (Wolf t. II, p. 456; t. IV, p. 200)"3). An anderer Stelle sagt er in Bezug auf die Handschrift, deren Abfassung er in das Mittelalter verlegt: „Von Litte aus Kegensburg gibt es eine Geschichte Davids in deutschen Keimen"4). Moritz Steinschneider. Während wir in den Werken der beiden letztgenannten Gelehrten von einer Untersuchung unseres Gegenstandes füglich absehen müssen, da sie uns nicht viel mehr als einige kurze Bemerkungen darüber bieten, weshalb sie der Vollständigkeit halber in diesem Kapitel aufgenommen werden mußten, verdanken wir dem gewissenhaften Steinschneider eine eingehendere Arbeit über das Samuelbuch, indem er die bibliographischen Nachrichten von Wolf nicht bloß benutzt, sondern sie vor allem ergänzt und berichtigt hat. Überhaupt gebührt diesem Forscher das Verdienst, jene weithin zerstreuten Denkmale der jüdisch-deutschen Volksliteratur der Untersuchung zugänglich gemacht zu haben: denn *) Delitzsch, Zur Gesch. d. jild. Poesie, S. 81. 2) Zunz, a. a. 0. S. 257. 3) Ebenda S. 285. 4) Ebenda S. 173.