Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 11 (1908)
- Issue
- 3 (1908)
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 116 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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— 116 — Keimen, Krakau 1586 Das Buch Hiob in Versen, Venedig 15442) nach Julius Fürst von Elias Levita verfaßt Für alle diese Werke ist das Samuelbuch sozusagen tonangebend, ebenso für die später erschienenen größeren Reimparaphrasen des Pentateuchs. Sein Versmaß hat gewissermaßen Weltruf und wird von allen Autoren als beim Leser bekannt und beliebt vorausgesetzt3). Wie ich schon früher4) erwähnte, bildeten diese Reimbibeln den unterhaltenden Teil der religiös-ethischen Volksschriften, und als fromme Unterhaltungslektüre wurden sie von groß und klein gern gelesen. Nach diesen Vorbemerkungen, in welchen ich in gedrängter, durchaus nicht erschöpfender Übersicht nur die wichtigsten jüdischdeutschen Bibelübersetzungen, Glossare und Reimbibeln zusammenstellen und damit gleichzeitig hervorheben wollte, welche Bedeutung die biblisch-religiöse Literatur innerhalb der jüdischdeutschen Volksliteratur beanspruchen darf, können wir uns den einzelnen Untersuchungen zuwenden, die bisher jener mehrfach erwähnten poetischen Bearbeitung der Bücher Samuelis von Seiten der Gelehrten zu teil geworden sind.!) Siehe S. 100, Anm. 2. 2) Fürst, Bibl. Jud. U, S. 241 s. v. Miah Levita; Steinschneider, Se~ rapeum 1849, S. 109; 1869, S. 149. 3) Steinschneider, Catal. Bodl., Nr. 1296. Vgl. auch die Notiz über das Samuelbueh in der Vorrede zu der von Jakob ben Isaak ha-Lewi aus Böthelsee verfaßten und gereimten Paraphrase des Pentateuchs, welche von Perlesf Beiträge zur Gesch. d. hehr, und aramäischen Studien, S. 169 f., erwähnt wird.. 4) Siehe S. 99. (Fortsetzung folgt.)