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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1908-01-01 · 2 (1908) · p. Seite 48

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
11 (1908)
Issue
2 (1908)
Date
1908-01-01
Page
Seite 48 (sequence 8)
Language
German
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— 48 — das Feld 3 und mit dem Steinchen hinaus. Dann wirft sie es in das Feld 4, hüpft mit beiden Füßen gleichzeitig auf 1 und 2, dann auf 3 und 4 und wieder hinaus. Nun ins Feld 5 geworfen, mit beiden Füßen wie vorher hinein, dann auf einem Bein auf Feld 5 und hinaus. Dann das Steinchen auf Feld 6, wie vorhin hineingehüpft und auf einem Bein auf 6, dann zurück. Das Steinchen auf 7, Wiederholung der vorigen Bewegungen, aber jetzt mit beiden Füßen auf 6 und 7 gleichzeitig. Auf Feld 8 wird wieder auf einem Bein gehüpft usw. Nach Feld 10 geht es in den Himmel, dann wieder zurück und mit Wiederholung aller vorherigen Sprünge in das Redl. Ist die Spielerin von da zurückgekommen, so hat sie gewonnen. Bleibt das Steinchen auf der Linie zwischen zwei Feldern liegen, so kommt eine andere Spielerin daran, doch hat die vorige, wenn die Eeihe wieder an sie kommt, mit dem Felde zu beginnen, das sie vorhin verfehlt hat.127) Am Pessach und Sukkoth spielen die Knaben mit Nüssen. Es wird ein Grübchen gegraben, in das jeder zwei Nüsse wirft. Der das Spiel Beginnende wirft noch zwei hinein. Springt dabei eine Nuß heraus, so nimmt er alle aus dem Grübchen und wirft sie wieder hinein. Wieviel Nüsse nun herausspringen, soviel werden ihm zugut gerechnet. So spielt er weiter, bis er zehn beisammen hat, dann hat er gewonnen. Hat er mehr als zehn, so hat er verloren und der Nächste beginnt das Spiel mit zwei Nüssen. Ein anderes Spiel: Jeder wirft vier Nüsse hinein, dann wirft der Anfangende noch vier dazu. Springt dabei eine ungerade Anzahl heraus, so gewinnt er, wenn nicht, so hat er verloren. Oder es wirft jeder Spieler in eine Mütze acht Nüsse, dann hebt jeder die Mütze in die Höhe und läßt sie auf den Tisch fallen. Wem es gelingt, dabei eine ungerade Zahl herauszuschleudern, der spielt weiter, bis die Summe zehn ausmacht. Beträgt sie mehr als zehn, so hat er verloren. Die Mädchen spielen auf folgende Art: Jede der beiden Spielenden wirft eine Nuß so in das Grübchen, daß eine wieder herausspringt. Diejenige, der die Nuß am nächsten zu liegen kommt, beginnt das Spiel, indem sie ihre Nuß mit einem Finger in das Grübchen schnellt, und wenn ihr dies auf den ersten Anstoß gelingt, auch die der Partnerin. Dann hat sie gewonnen. Gelingt es nicht beim erstenmal, so kommt die andere1 an die Reihe, und die gewinnt, die zuletzt geschnellt hat. Es wird auch so gespielt, daß die eine zwei Nüsse hineinwirft, so 1 * ** ^"^-^l f- <C £ r ¥ 3 Z /

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