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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1908-01-01 · 1 (1908) · p. Seite 28

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
11 (1908)
Issue
1 (1908)
Date
1908-01-01
Page
Seite 28 (sequence 30)
Language
German
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uwvu ivum uuiroiuaiuuij IX III U.CLL JXd>löCI ULcUTü i\.U.I"tyl zur Zurückziehung des verhängnisvollen Verus'schen Ediktes zu U.XLM. tdixllo.i.vxd mm, er sei von uroLt gesanai, um aurcn wunder den Erfolg der Mission zu befördern1). Auch weibliche traumvermittelnde Dämonen werden erwähnt, wie Igrath, die Tochter Machlaths und Lilith. Die berühmteste unter ihnen ist Naamah, die Tochter Lemechs, die nach einer Ansicht ihrer Tugenden halber den Namen: die Liebliche verdiente und Noa zum Manne hatte, — nach einer anderen Meinung die Mutter xlschmodajs war, durch ihre Schönheit die „Söhne Gottes" verführte und so Mutter aller Dämonen wurde. Diese drei Unholdinnen pflegen mit den Männern im Traume Umgang und bringen dann eine Menge Geister zur Welt. Es gibt auch Geister, die bald männlich, bald weiblich sind, während des Traumes mit ihren Opfern in Berührung kommen, wodurch neue Geister geschaffen werden, deren auffallendes Kennzeichen ist, daß sie keine Haare auf dem Kopfe haben. Diese werden nach IL Sam. 714 „Plagen der Menschenkinder" genannt, wie auch Raschi zur Stelle erklärt2). Auch gewöhnlichen Menschen wurde eine solche dämonische Kraft zugeschrieben. Im Jahre 1637 wird ein Kind vom Gerichtshof in Ha vre für legitim erklärt, weil die Mutter aussagt, ihr seit vier Jahren abwesender Gatte habe sie im Traum umarmt3). Bei Ovidius4) heißen die Träume Kinder der Nacht und werden drei unter ihnen hervorgehoben: MoQcpsvg, der bloß in Menschengestalt umgeht5), "Ixelog, der tierische Gestalten annimmt6) und ^dwaoog, der nur in der Gestalt lebloser Dinge erscheint7). Aus der zweiten Halle der Unterwelt gehen stets zwei solche Geister hervor, deren Aufgabe es ist, die Menschen im Traume durch Veränderung ihrer Gestalt irrezuführen8). Die traumspendenden Geister verkehren meist nur mit der Seele des Schläfers. Diese geht während des Schlafes in den Himmel, und im Körper bleibt bloß ein Lebenshauch, der im Herzen liegt9). Jeder Seele gelingt es aber nicht, die höchste Sphäre zu erreichen; denn auf ihrem Wege begegnen ihr gute und böse Geister, die stets im leeren Eaume umherirren. Ist die Seele unrein, so schließt sie sich den bösen Geistern an, die ihr aus Scherz lügenhafte Dinge mitteilen und ohne höher dringen zu können, kehrt sie zum Körper zurück, wodurch der Mensch lügenhafte Träume erfährt. Die reine Seele hingegen ist bestrebt, nur mit guten 1) Beth harn. IV. 117; Graetz. Geschichte IV. 191 ff. Diese Geschichtekoinnit auch Meilah 17h vor, wo statt Aschmodaj hen Tlmijon, „Bartholomäus" steht. S. Krauß, Lehnwörter s. v. wo für Meg. Meil zu lesen ist. Den Eat zur Zurückziehung des Ediktes giht an unserer Stelle jöez der Eatgeber, während er hier Buben h. Istrubli (Strobilos) heißt. Krauß, das. s. v. 2) Sohar I. 45 ff. 169b, IE. 48b, 76b. 3) J. Preuß, AUgem. Mediz. Zentral-Zeitung 1906, XXX. 21. 4) XI. 592 ff. 5) im n. Gesänge der Ilias erscheint der Traum dem Agamemnon in der Gestalt des Nestor. 6) Er heißt auch @oßrjTco(>. *) Fretter, Griech. Mythol. 846. 8) Sohar II. 264a. 9) Das. I.83a.

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