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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1908-01-01 · 1 (1908) · p. Seite 20

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
11 (1908)
Issue
1 (1908)
Date
1908-01-01
Page
Seite 20 (sequence 22)
Language
German
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— 20 20) Bei Vollmond werden schöne und gesunde, bei abnehmendem Monde kränkliche und schwächliche Kinder geboren. Siebenb. Sachsen. Ploß, Kind 1, 89. Deutscher Glaube in Posen, Mitteil. d. Vereins f. schles. Volksk. 18, 54. Bei Vollmond geborene Kinder gedeihen gut. Birlinger, Aus Schwaben 1, 396. 21) Uralt und allgemein verbreitet ist der Grlaube an die Glückshaube. Wuttke 305; 579. Lammert 114. Kehrein 2, 261. Kochholz 280. In Serbien Globus 33, 348. Polen, Kolberg Lud 3, 94; 15, 123. Syrien, Ztschr. d. Palästina- Vereins 7, 113. 22) Ebenso in Böhmen. Wuttke 305. 23) Ebenso Andree 288. Ploß, Kind 1, 49. Knoop, Volkssagen, Erzähl., Abergl. etc. a. d. östl. Hinterpommern 157. Poln. Wisla 4, 870; 6, 762. Mitt. schles. Volksk. 14, 74. 24) Polnisch in Galizien. Zbiör, 14, 191. 25) Polnisch Zbiör 10. 85: 14,191. Wisla 5, 480. Schwedisch Sv. Landsm. Nr. 1211. 26) Wisla 4, 48. 27) Die Temperatur des Wassers wird von den Bäuerinnen mit dem Ellbogen gemessen, weil ihre schwieligen Hände gegen Wärmeunterschiede unempfindlich sind. Eussisch Polen Wisla 4, 48. 28) Ebenso in Kußland. Ploß, Kind 1, 302. 29) Das Ausdrücken der milchartigen Flüssigkeit, „Hexenmilch", die sich manchmal in den Milchdrüsen der Neugeborenen ansammelt, ist in Deutschland, England und Neapel üblich. Ploß, Kind 1, 298; Weib 2, 446. 30) Dem Kinderkopf durch Drücken rundliche Form zu geben, sucht man auch in der Bretagne. Ploß, Kind 1. 325. In der Schweiz im 16. Jahrhundert ib. 302. Kochholz 283. Lammert 115. 31) Ein Hemdchen, „Mäntelchen" genannt, weil es hinten von oben bis unten offen und dort zu binden ist, bekommen die Bauernkinder im Gouv. Lublin im Alter von 1 bis 2 Wochen: Wisla 4, 50. 32) Da das hebräische Original, auf dem die von der Verfasserin gegebene polnische Übersetzung beruhte, nicht mehr zu erlangen war, wurde an der Hand dieser Übersetzung der hier buchstabengetreu mitgeteilte Text aus zwei anderen, je einen Teil des Textes enthaltenden Amuletten zusammengestellt. Ähnliche hebräische Schutzbriefe sind in Faksimile abgedruckt bei Ploß, Weib 2, 424 ff. 33) In Franken wird, damit das Kind nicht gegen einen Wechselbalg vertauscht werde, ein Besen verkehrt hinter die Türe gestellt. Lammert 117. Wuttke 581. Auch in Großrußland stellte man in alter Zeit, um Mutter und Kind zu schützen, einen Badebesen in den Winke]. Floß* Weib 2, 429. Li der Türkei Kel. Szemle 7, 164. 3*) In oder unter das Bett der Wöchnerin legt man schneidende Werkzeuge, Eisen oder Stahl, an der obern Nahe, Zeitschr. d. Ver. f. rhein. u. westf. Volksk. 2, 178; in Ostpreußen Lemke, Volkstümliches in Ostpr. 1, 41; in Steiermark Z. ö. Volksk. 5, 184; in Bosnien u. Herzegowina ib. 6, 60; bei den Südslaven Krauß, Volksglaube u. Brauch der Südsl. 98; in Polen Zbiör 9, 53 ff.; 10, 111. Bibel, Gesang- oder Gebetbuch (Thür., Hess., Schles., Oberpfalz) Wuttke 575. Fossel 58. 35) In der Wochenstube bis zur Taufe nachts immer Licht brennen zu lassen, ist allgemeiner Brauch in Deutschland, Wuttke 583, auch in Schweden Sv. Landsm. 1222, in Bosnien-Heraegow. Z. ö. V. 6, 60. s6) Allgemein ist die Furcht vor dem Vertauschen der Kinder, Wuttke 583, auch irisch, schottisch, nordisch. Wilh. Grimm, Kleine Schriften 1, 475. Zbiör 8, 291. Türkisch Kel. Szemle 7, 161. Die Wöchnerin darf nicht allein gelassen werden. Lammert 174. Bosn.-Herzeg. Z. ö. V. 6, 60. Kel. Szemle 7, 55. Hexen in Katzengestalt (Pfalz) Lammert 174. (Ostpr.) Wuttke 581. 37) Stahl, Messer oder Schere in die Wiege des Kindes gelegt, allgemein. Wuttke 581. Grimm, Mythol.2 437. Schwedisch Svensk. Landsm. 1223. Türkisch Kel. Szemle 7, 55. Masurisch Wisla 6, 759. Westgalizien, Materyaly archeol.- antropologiczne 7, 62. 38) Das Kind darf vor der Taufe das Zimmer nicht verlassen, Ztschr. f. rh. westf. Volksk. 2, 179; darf nicht aus dem Hause getragen werden (Ostpr.,

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