Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1924-01-01 · Jahrbuch (1924-1925) · p. Seite 593

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1924-1925
Issue
Jahrbuch (1924-1925)
Date
1924-01-01
Page
Seite 593 (sequence 618)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2638044-2638085-2638086--3095-2640469
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Fleseh, Der Pinax von Austerlitz. 593 Zuschuß von 2 Groschen bei jedem Zentner Mehl gewährt. Es ist dies eine Entscheidung für die Not der Stunde und geschieht nur ausnahmsweise, ih hü® "D^IT, Chajim bat, ihm wurde es gegeben. Doch von heute an und weiter sind die Tore der Barmherzigkeit geschlossen und habe ich die Vorstände der Gemeinde verpflichtet, nie wieder ein solches zu bewilligen, denn sonst hört jede Ordnung auf. Jeder einzelne wird dann nur den Gewinn, nie aber einen Verlust annehmen wollen. Dadurch würden die Streitigkeiten sich mehren. Somit werden alle Klagen verstummen, denn von einer Entscheidung für die Stunde kann man auf andere Zeiten nicht schließen. Am obigen Tage. E. Z."1) Am Mittwoch 9. Tebet 542 ( 25. Dezember 1781) verurteilen Gemeindevorstand und Rabbiner den Thoraschreiber Löb Sofer, die 2 Torahrollen aus der Synagoge, über welche er sich nicht ausweisen kann und die er verkauft, bis zum kommenden Wochenfeste zurück zu geben, oder er muß 100 Gulden in baarem Gelde erlegen. Löb Sofer appelliert an den Landesrabbiner und den Bezirksältesten. Der Landesrabbiner Gerson (K'CD DiTOiS Tina p) Chajot (£>"2D2) aus Borkenstein) und der Bezirksälteste, oder Bezirksvorsteher Samson Auspitz pm ttWl) sind mit dem Urteile einverstanden, empfehlen aber milde Zahlungsbedingung. Er soll nicht hart behandelt werden und die Zahlung soll in 5 Jahren, in vierteljährigen Raten ä 5 Gulden, zu Händen des Vorstandes erlegt werden. Man soll ihm das gepfändete Pergament und die Esterrollen wieder zurückgeben, sein Haus sei ja genügend Bürgschaft. Die Antwort aus Nikolsburg erfloß Neumond des Schebat 542 (= 16. Januar 1782). Rabbinat und Gemeindevertretung fügen sich den Anordnungen des Landesrabbiners. Am 12. Juni 1789 war die Schuld getilgt. Der Vorsteher Joachim Eckstein bestätigt „daß die Richtigkeit gemacht wurde"3). Am (Sonntag) ersten Neumonds tag Adar II 548 (= 30. Adar I 1) S. Gemeindebuch S. 70b. 2) Der Familienname Bäsch aus »*s Borkenstein entstanden, diesen Namen tragen die in Mähren lebenden Nachkommen des Landesrabbiners Gerson Chajes. 3) Gemeindebuch S. 294. Granwald, Jahrb. f. jüd. Volkak. IT. 33

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.