Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1924-1925
- Issue
- Jahrbuch (1924-1925)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 592 (sequence 617)
- Language
- German
- Belongs to
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592 Flesch, Der Pinax von Austerlitz. vertrag der Gemeindeeinkünfte aus Wein, Fleisch, Groß- und Kleinvieh, sowie von Geflügel1). Sein Nachfolger im Amte war Elia Zwi Istel aus Kromenau (= Kromau)2). Er hat am 26. Feber 1781 (= Neumondstag des Adar 541) sein Amt angetreten und scheint aus Kromau gekommen zu sein. Ob er dort Rabbiner war oder in Kromau die Stetigkeit hatte, konnte ich nicht feststellen3). Am 2. April 1781 wird von den Vorstehern der Gemeinde Aberle Raussnitz, Moses TDin4) b\ hlD r^tfri p, Sender aus Lösch, Leml pHK ]h (3 Namen unleserlich) den Pächtern des Pesachmehles Moses Wolf und Ghajim b. Moses ha-Levi ein Zuschuß von 2 Groschen beim Zentner bewilligt. Elia Zwi Istel fertigt den Ausgleich unter folgender Bemerkung: „Den Pächtern des Pesachmehles wird in diesem Jahre ein 1) Am Schlüsse des Pachtvertrages folgender Zusatz der Pächter der Verzehrungssteuer: „Es wird hier nochmals an den alten Pachtvertrag von 1778 erinnert. Im alten Vertrage wurden folgende Richtpreise für das Fleisch festgesetzt: Vom Neumond Adar bis zum Elul- Neumondstage soll das (Pfund) Fleisch um 5 Kreuzer und 2/e und vom Elulneumond weiter um 5 Kreuzer ausgeschrotet werden. Diese Preise galten aber nur für ungarisches Ochsenfleisch; Fleisch von polnischen Ochsen oder inländischem Vieh, welches nicht so fett, muß laut Abschätzung ausgehackt werden. Jakob Simchah Leipnik fertigt den Verzehrungssteuer-Vertrag und auch den Zusatz der Pächter; s. Gemeindebuch S. 256. Über die Pachtverträge, die Jakob Simcha in den Jahren 1769, 1770, 1772, 1773, 1776 fertigt, s. Gb. S. 203a, 208, 287, 68b, 82a u. a. v. a. St. Am Sonntag, 27. Tammus 539 ( 11. Juli 1779) wird dem Rabbiner, der um eine Gehaltsaufbesserung ansucht, nachdem er nur Ausgaben und keine Einnahmen hat, ein Zuschuß von 6 Gulden jährlich rückwirkend vom vergangenen Neumondstag des Cheschwan bewilligt und zwar so lange ein Vorsänger in der Gemeinde nicht gewählt, Gb. S. 389 a; s. oben. 2) S. Gemeindebuch S. 36b: Ausgaben vom Jahre 1781. Dort heißt es: *öbAik xzm yto rvn p ihm mvm by yok n» aaio^ip 2"öpn \bü2. — 3) Vgl. oben. 4) Der Familienname Bus, später Buss in Austerlitz aus der Abbreviatur D"ü entstanden. 5) Der Familienname Bock in Austerlitz aus der Abbreviatur y$p pnfc p Sohn des Aron Kazew Fleischhauer. Die Familiennamen aus Zusammenziehungen, resp. aus Abbreviaturen sind in Mähren sehr häufig.