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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1924-01-01 · Jahrbuch (1924-1925) · p. Seite 589

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1924-1925
Issue
Jahrbuch (1924-1925)
Date
1924-01-01
Page
Seite 589 (sequence 614)
Language
German
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Flesch, Der Pinax von Austerlitz. 589 10 Kreuzer vom gesammelten Gulden und Heschel Kadiseh 5 Kreuzer vom Gulden als Lohn für die Mühewaltung erhaltend Dadurch blieb das Rabbinat mehr als 3 Jahre unbesetzt. Während der Sedisvacanz legalisirt der Gemeindebeglaubigte Naftali b. hrr Juda Reis Auerbach aus Brod die Gemeindeprotokolle. Am, 1. Juni 1767 waren Juspa b. David1) aus Frankfurt a. M. der angesehene und gelehrte Raussnitzer Rabbiner, und Meir aus Pintschow, Rabbiner in Budespitz (= Butschowitz), in Austerlitz, um im Auftrage der Gutsherrschaft und im Beisein des Oberamtmannes einen Ausgleich in einem Verlassenschaftsstreite herbeizuführen2); das dritte Mitglied des Rabbinatscollegiums war Israel Hersfeld. Zu dieser Zeit war aber das Rabbinat durch Jakob Simcha Leipnik bereits besetzt, denn im Inventar des Nachlasses wird auch ein Wechsel über 70 Gulden angeführt, welcher Eigentum des Ortsrabbiners3). Es scheint, daß der Rabbiner in einem Verwandtschaftsverhältnis zum Erblasser gestanden und dadurch dem Rabbinatscollegium nicht zugezogen werden konnte. Die erste Unterschrift des Jakob Simcha Leipnik im Gemeinde- 1) Über Juspa b. David Gokesch (wohl Kokes Hahn) vgl. Wachstein, Die Grabinschriften des alten Judenfriedhofes in Eisenstadt, S. 163. Meine Angabe in Flesch, Familie Flesch S. 21, daß Josef b. David schon im Jahre 1757 Rabbiner in Raussnitz war, beruht auf einem Versehen. Der Kaufbrief über einen Synagogensitz in Raussnitz von 1757 ist nicht von Josef ß"2 sondern von Josef t?"3 Freistadt, wie ich nachträglich festgestellt. Josef Freistadt war später Rabbiner in Holleschau. Meine Raussnitzer Rabbinerliste richtig zu stellen und auch zu ergänzen: Josef Freistadt, der Rabbiner von Holleschau, erscheint am 6. Elul 522 ( 25. August 1762) in Vertretung seines Sohnes, des Bräutigams Abraham Löb, der mitPeierl, der Tochter des verstorbenen Wolf Freistadt in Austerlitz (Wolf Freistadt war ein Bruder des Holleschauer Rabbiners), verlobt, um den Hochzeitstermin mit Bela Ghaja, der Mutter der Braut, und Gottlieb aus Wien, dem Stiefvater der Braut, festzusetzen. Infolge des Brandes in Austerlitz konnten die genannten Eheleute den für den Elulmonat festgesetzten Termin nicht einhalten, weil sie ihren Verpflichtungen nicht hätten nachkommen können, so wurde die Hochzeit auf den 15. Schebat verlegt. 2) Gemeindebuch S. 206a u. 208a. 3) Gemeindebuch S. 205a d*jd» ü"$ nsn tsk 21h '« :rn »an am. —

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