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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1924-01-01 · Jahrbuch (1924-1925) · p. Seite 486

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1924-1925
Issue
Jahrbuch (1924-1925)
Date
1924-01-01
Page
Seite 486 (sequence 507)
Language
German
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486 Grunwald, Mattersdorf. z. B. nrite msr roion nt^n nnn "jiz^n oder twnn ^:cb -nvn -ton -»in n*ön masr bin insan sa"^ ir-nb« nwiö. Auch eine ulkige Trauerrede, auf einen Kollegen gedacht, findet sich da, wie etwa: „ Als das Heiligtum bestand, wurden Sünden durch Opfer gesühnt und aus der Größe des Opfers war auf die Schwere der Sünde zu schließen. Heute sühnen die Verluste an Frommen. Wie groß unsere Sünden sein müssen, ermesse man an diesen schweren Opfern, an diesem großen, mächtigen Ochsen, den wir verloren haben usw.tf Ahnlich sprachen die erwähnten Trauerredner in M. auf die leeren Weinfässer: „Der Zaddik (Wein), der ließ sich treten, pressen und hat nicht geschrien, zeitlebens lag auf der Erde u. s. f., er starb an Wassersucht u. s. f. Diese Parodien sind in dem Stil älterer derartiger Literatur, z. B. der Haggada lelel schikkurim von Z'bi Hirsch Sommerhausen, Berlin s. a. (andere Ausgabe bei Davidson a. a. 0.), gehalten, etwa des Inhalts: „Trink und iß, iß und trink, Keine Sorge zu dir dring'! Iß und trink, trink und iß, Rechts von links zu scheiden vergiß! K'ho chamra d' Champagne . . . Das ist der Champagnerwein, Den unsre Väter tranken allgemein, Wer dürstet, komm und trinke, So lang er im Beutel hat Pinke. Mah nischtannah . .. Sonst teilt man sich in roboten und essen, Heut gibts nur saufen und fressen; Sonst trinkt man Wasser, Bier und Wein, Heut Wein allein. Wer sonst mit Brot sich gibt zufrieden, Dem ist heut Fürstenschmaus beschieden. Wer sonst stillt Durst und Hunger nur, Haut heute tüchtig über die Schnur. Abadim hajinu ... Des Achaschwerosch Knechte waren wir, Heut halten wir schadlos uns dafür. Und selbst wer noch so voll und krank, Er kommt heut nicht los von Schmaus und Trank Und wer am tollsten schlemmt und tobt, Wird über den grünen Klee gelobt. Ma'asse ... Reb Großkehl, Altwein, Becherhold, Reb Weingernseher und Traubenbold Schnarchten sternhagelvoll unter den Tischen, Bis der Frühschoppen sie weckte, zu zechen vom Frischen. R. Becherhold sagte: 3 Tage und 3 Nächte sollte Purim gefeiert werden nach der Erklärung Altweins-Sohns: in der Megilla sei für 3 Tage und 3 Nächte Fasten angesetzt worden, dem müßte die Dauer des Purim entsprechen, da es heißt: „aus Kummer zur Freude, aus Trauer zum Festtaga. R. Großkehl aber lehrt: Purim müßte 7 Tage dauern nach diesem Worte „aus Trauer zum Festtag". Wie die Trauer 7 Tage währt,

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