Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1924-1925
- Issue
- Jahrbuch (1924-1925)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 477 (sequence 497)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 81% known words query
- IRI
…/2638044-2638085-2638086--2974-2640348- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
G-runwald, Mattersdorf. 477 Leuten, die verreisen oder aus sonstigen dringlichen Gründen die Gräber besuchen wollten, es zu ermöglichen, angesichts der Gräber zu beten. R. Lemel Benedikt berichtet, in seiner Jugend gehört zu haben, daß außerhalb des Ortes in der Richtung nach Wiesen ein von einer früheren Siedlung herrührender Friedhof gelegen habe. 162. Die Särge werden im Polisch von den Chewramännern gezimmert. Als Hammer wird der Schul(klopf)hammer verwendet. Kalenderregeln.1) 163. Sehabbes Schire singen de Vegel, Klappt der Storch, Tanzt de Maus, Flieht der Floi vün Fenster eraus. 164. Mattan Thoire muß es blitzen. 165. Miketz schenkt me in neien Wein. 166. Wenn es in zweiten Tog Schewues regnet, regnet es 40 Teg. 167. Wenn Pessach mit Ostern zusammenfällt, gibt's ein fettes Jahr. 168. Kojrach Kaschten (Kirschen) rein Chaser. 169. E Gans darf ka Megilleh heren, e Gaas (Kaibl) kane Aktemes. 170. Im Elul sagen die Bauern: die Juden blasen den Winter her. 171. Chanukka wet es jontevike Schmalz gemacht. 172. Awoissai ki botchu Schpats die Schofbankloch zu. 173. Die Hausierer sagten: „Auf lonü u lewonenü sein Oinkeloch. Tracht. 174. Die alte Khilletracht war folgende: Halbschuhe mit Silberschnallen, ferner weiße oder schwarze Seidenstrümpfe bis über die Knie. Samtpluderhosen, die über den Knien mit Silberschnallen belegt waren. Hochgeschlossene bunte Gilets 1) Auch Raschi's S. Ha-Orah (ed. Buber p. 358) enthält einen „Seder recamim" (Erdbeben im Nissan bedeutet reichliche Nahrungsmittel und gute Weinernte usw.).