Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1924-01-01 · Jahrbuch (1924-1925) · p. Seite 448

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1924-1925
Issue
Jahrbuch (1924-1925)
Date
1924-01-01
Page
Seite 448 (sequence 468)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
72% known words query
IRI
…/2638044-2638085-2638086--2945-2640319
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

448 Grunwald, Mattersdorf. t) ElijoM Hanowi sagt zum Poritz [Herrn]: „Gedenk Dein gestriges Versprechen, Daß Du gegeben, mich frei zu machen!" Der Poritz hat eingelöst sein gegebenes Wort, Dann ist der Isch ho-emes [treue Mann] geflogen fort. Groiße Hazloche [Glück] solin wir auch finden Ünd Elijohü Hanowi soll uns bald Bias Hamoschiach [Ankunft des Messias] verkinden. Omen. 32. Am Jomkippurkoton wird am Schlüsse nur Chotonu und Haschern Melech gesagt. Die übrigen Rezitationen fallen aus. 33. Am Erew Roschchodesch pflegt man den Mädchen das Zopfende zu stutzen, damit die Haare besser wachsen. 34. Am Schabbos Schiro wurden die gehoben vorgetragenen Partien der Schiro, zum Beispiel „Oschiro", vom Ghasen und seinem Chore begleitet. Am Schabbos sochor wurde das Kol Reschoim Jaschmid im Aschregebet vom Vorbeter besonders betont. 35. Teil eines alten Purimliedes: a) Vor Zeiten worn die Jidn bejogeun wa-anocho, Hot sej Gott erausgeführt bezoholo ürewocho. Drum singen mir, drüm klingen mir mischpocho lemischpocho Scheuschanass Jaakauw zoholo wessomecho. b) Wie Jidn hom gemeint schein, es is ganz vorbei, Hot sej Gott geholfen widerüm aufs nei, Drüm singen mir, drüm klingen mir heit noch frejlach frei Bireussom jachad techeless Mordechai. c) Homon hot gegroben for die Jidn e Loch, Daweil is er gehenkt wordn fünfzig Ellen hoch. Drüm singen mir, drüm klingen mir heite alle noch Weloi jikkolmü lonezach kol hacheussim boch. d) Verflucht soll sein Homon, der Roscho, der gresster, Gebenscht soll sein Mordechai, der Zaddik, der gresster, Verflucht soll sein Seresch, die trefene Brie, Gebenscht sei unser Schwester Esther baadi. (oder: Varflücht soll sein Seresch mitsamt ihre Schwester, Gebenscht sei ünsre güte Mutter, die geheißen Esther.) Wegam wegam wegam Gharweuno Wegam wegam wegam Gharweuno sochür lateuw. Mitgeteilt von H. Steiner.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.