Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1924-01-01 · Jahrbuch (1924-1925) · p. Seite 409

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1924-1925
Issue
Jahrbuch (1924-1925)
Date
1924-01-01
Page
Seite 409 (sequence 428)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2638044-2638085-2638086--2905-2640279
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Grunwald, Mattersdorf. 409 glauben können, daß so vielen Juden die Erlaubnis erteilt worden, hier zu bleiben. Gutachten der n.-ö. Kammer an Kaiser Maximilian. Herr v. Weisspriach habe sich erboten, die Juden, die mehr als gestattet sind (81), und die anderen fremden Juden Unterschlupf und Unterhalt gewähren, abzuschaffen. Er soll alle 6 Wochen immer je einen Juden fortschaffen und die Häuser an Christen verkaufen. S. 54 IX. 69. Der Kaiser erhöht den Termin auf 2 Monate, und befiehlt zunächst im Generale wegen der Bewilligung überhaupt nachzusehen. 1569. Bericht derselben Kommissäre über die Pfandinhabung des Freiherrn Hans v. Weisspriach über die Grafschaft Vorchtenstein: Sie haben im Markt „Martersdorf" in 11 Häusern 67 Juden gefunden. Die zahlen an H. v. Weisspriach 24 Thaler Steuer. Zu Weihnachten geben sie als Ehrengabe an Gewürz ca. 8 Gulden. Der Markt sowohl als die umliegenden Ortschaften durch ihre Pfarrer beklagen sich bitter über sie. H. v. Weisspriach sei selbst erstaunt, daß so viele Juden hier Unterschlupf gefunden hätten S. 183. Das Generale kann nicht so gemeint sein, daß neue Juden hier aufgenommen werden. Nur die alten sollen bleiben, die anderen ausgewiesen werden. Da sich für ihre Häuser nicht sogleich Käufer finden könnten, sollen sie geschätzt werden. Es ist besser, wenn Christen wenig zahlen, als die gottlosen Juden ein mehreres. Die n.-ö. Kammer schließt sich diesem Antrag an. Fase. 3/3 1571. Mahnung an Weisspriach, doch endlich die Juden aus Mattersdorf auszuweisen. Bis zu Weisspriachs Tode im Jahre 1572 bleiben sie trotzdem, wie die in Eisenstadt, unbehelligt. Dann mußten sie M. verlassen. Sie kehrten jedoch bald zurück. In der erwähnten Sammlung heißt es: Nr. 1190. d. a. 1588. Urbar von Vorchtenstein. Extract daraus. Die Juden in Märttersdorf dienen von ihren Häusern nichts,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.