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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1924-01-01 · Jahrbuch (1924-1925) · p. Seite 408

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1924-1925
Issue
Jahrbuch (1924-1925)
Date
1924-01-01
Page
Seite 408 (sequence 427)
Language
German
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408 Grrunwald, Mattersdorf. Sie müssen offenbar ebenso, wie die Eisenstädter, „jeder 8 Tage des Jahres robotten". Weisspriach will unter Berufung auf das kaiserliche Privilegium für die Jijden, die aus Eisenstadt vertrieben werden sollten, „diese halten wie von alters her bekommen". Im Wiener Hofkammerarchiv findet sich in der „Sammlung von Büchern und Handschriften des n.-ö. Vizedomamtes Nr. 1196" über Weisspirachs Verhalten eine „Relation einer Gommission über die Herrschaft Eisenstadt". Als Beilage eine Beschwerdeschrift von Richter, Rat u. Bürgerschaft v. Eisenstadt. 16. VIII. 1569. 2. Herr v. Weisspriach (d. damals Eisenstadt in Pfandbesitz besaß) gewähre vielen Juden in der Stadt Unterschlupf, die, „zu grossem Abbruch der ganzen Burgerschafft, für sich selbst allerley Bürgerliche Handtierung treiben, als mit Fleischhacken, Khramereyen und was dergleichen mer ist," .... 3. Klage, daß Bürger und Christen, die Klagen gegen Juden haben, diese vor den Judenrichter oder den Verwalter des Pfandinhabers, statt vor den Stadtrichter bringen müssen. 4. Klage, daß haufenweise fremde Juden kommen und bei den hiesigen Unterschlupf und Beschäftigung finden. 5. Beschwerde, daß die Juden haufenweise ihr Vieh auf der allgemeinen Stadtweide halten, ohne doch an den Lasten der Stadt mitzutragen. 6. Klage, daß Christen, die jüdische Häuser kaufen, die Robot und „andere Reichungen" der Juden auch leisten müssen. Aus der Antwort des Herrn v. Weisspriach, 18. VIII. 69. Was die Beschwerden über die Juden betrifft, so seien sie auf Grund einer kais. Verordnung im Lande geblieben und wurde ihnen ein schriftlicher Schein gegeben, was sie handeln und tun sollten. So wolle er sie nach altem Herkommen weiter halten. Wenn die Eisenstädter sich beschweren wollten, so sollten sie das schriftlich bei ihm tun und er werde dann auch die Juden zur Rechtfertigung verhalten. Die Kommissäre berichten dann weiter, daß die Eisenstädter trotz dieser Schrift bei ihren Beschwerden bleiben und es nicht

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