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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1924-01-01 · Jahrbuch (1924-1925) · p. Seite 346

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1924-1925
Issue
Jahrbuch (1924-1925)
Date
1924-01-01
Page
Seite 346 (sequence 363)
Language
German
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346 Marmorstein, Beitr. z. Religionsgesch. u. Volkskunde. und sich dieselben angeeignet. R. Chama ben Chaninah1) berichtet über die verborgenen Schätze Josephs, daß er die Schätze an drei heimlichen Plätzen vergraben hielt. Der eine Schatz wurde von Korah, der zweite von Antoninus Severus entdeckt, der dritte ist aufbewahrt für die Frommen der zukünftigen Welt2). Nach Rab3) entdeckte Korah die Schätze des Pharao zwischen Migdal und dem Meere. Die Erzählung von den Reichtümern des Korah kombiniert beide Sagen4). Beliebt ist bei den Agadisten das Motiv vom treulosen Erben, der das Erbgut für einen Spottpreis verschleudert. Der Käufer findet darin Schätze und Reichtümer5). Hierher gehört auch dieErzählung, die dem Volksspruche:,,Zu meinem Vorteile hat meine Kuh ihren Fuß zerbrochen" als Reminiszenz gedient hat. In einer Quelle wird der Satz dem R. Elieser ben Hyrkanos zugeschrieben. Er hatte das Unglück, das sich später in sein Glück verwandelte, daß seine Kuh während des Ackerns einen Fuß brach. Aus Furcht vor seinem Vater verließ er seine Feldarbeit und flüchtete sich ins Lehrhaus, wo er sich zum Meister in der Lehre heranbildete6). Im tannaitischen Midrasch finden wir den Satz als maschal hediot im Namen des R. Ismael7). Im palästinensischen Talmud8) und Midrasch9) wird folgende Anekdote als Quelle des Satzes angeführt: In Antiochien lebte ein Mann, der Abba Judan hieß. R. Elieser ben Hyrkanos und R. Josuaben Chananja und R. Akiba besuchen die Stadt, um milde Gaben für den Unterhalt der Weisenjünger zu sammeln. Abba Judan beschenkte sie immer reichlich, so oft sie an ihn herantraten. Dies- 1) b. Pes. 119a; b. Sanh. 110a. 2) Vgl. S. Keauss, Antoninus und Rabbi. Wien 1910, p. 8 f. 3) j. Sanh. 27 d s. Keauss, ebd. p. 11. 4) nTWö 'o, ed. Bagdad, nr. 6. 5) R. Jose ha-Gelili und R. Simon ben Joebai, Mekhilta 26B, 27a, Mekh. R. S. b. J., ed. Hoffmann 44, Cant. r. zu 4, 13, R. Jonathan, zu R. Simon ben Jochais Parabel, s. auch Exod. r. 20, 2, und R. Levi ibid. 20, 3. 6) Gen. r. 42, ed. Theodoe p. 397. 7) Sifre Num. § 119. 8) Horayoth 48 a. 9) Lev. r. c. 5, 4.

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