Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1924-1925
- Issue
- Jahrbuch (1924-1925)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 274 (sequence 289)
- Language
- German
- Belongs to
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274 P ap o, Die sexuelle Ethik im Qorän. Allah nicht vereinbar war, daß dieser Kinder zeuge1). Dennoch läßt er den Geist Gottes den Befruchter spielen. El-Balkhi sieht in diesem im Koran unbenannten Geist, von welchem jedoch gesagt wird, daß er in der Gestalt eines Mannes erschienen sei, nach der Ansicht der meisten Exegeten die Gestalt Gabriels2): jj. (jüaH q«* J^äxj ujL^v^-Lj L^-w.fti ^.Lc \&.*yo tX'i n w C ° *)y*° & JJUäs \)*tßj+>- dJS L^LjI ^★Ail ,,Eines Tages hatte sie den Schleier über die Brust geschlagen, um das Reinigungsbad nach der Menstruation zu nehmen an einem von der Sonne erwärmten Platz; da kam der Geist Gottes, Gabriel, zu ihr und erschien ihr in der Gestalt eines wohlerschaffenen Mannes." Über die Art der Empfängnis ist durchaus keine Klarheit vorhanden. Nach dem Wortlaut der mekkanischen Koranstelle ist eine ganz in menschlicher Weise vollführte Begattung gemeint, wie dies aus dem Ausdruck ^jücJU^ deutlich hervorgeht und es dem Gesichtskreis Mohammeds auch am besten entspricht. In diesem Sinne hat auch El-Balkhi eine Tradition: {ja*} lXä3», ^jd-JÜS ^ääaö»^ a.xl*^ Jo ^^s>i ^l'fj D .. J *> £- w ~ . . ^"**- i^.Ji3 ^J! olcaiU, c^*^.^>- ^jy* ^! ^U.Iä £■ w w b)^h} g^ai *Ü duf! „Andere aber sagen, daß sie von ihm beschlafen wurde, wie die andern Menschen; und ich habe von einigen Gelehrten der Khoreimiten gehört, daß Maria tatsächlich beschlafen wurde, daß sich aber bei diesem Beischlafe ein Geist, von Gott gesendet, mit ihr vereinigt habe, nicht jedoch, daß es ein Einblasen ohne Begattungsakt gewesen ist." 1) S. XIX, 36. 2) Cf. 0. Pauz, Mohammeds Lehre von der Offenbarung, Leipzig 1898, S. 36. 3) AI Balki, 1. c. S. 120. 4) S. XIX, 22; ef. S. YII, 189. 5) Balki, 1. c. S. 122.