Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1924-1925
- Issue
- Jahrbuch (1924-1925)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 226 (sequence 240)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2638044-2638085-2638086--2717-2640091- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
226 P a p o, Die sexuelle Ethik im Qorän. ist, die Entstehung dieses Verses zu erklären, ist in der Schilderung der beiden Extreme entschieden zu weit gegangen; davon, daß die Juden die menstruierenden Weiber auf Grund religionsgesetzlicher Vorschriften aus den Häusern verjagten, kann ebensowenig die Rede sein wie von dem Vorwurf, die Christen kümmerten sich um die Menstruation überhaupt nicht: ^ySUo fcliPlii- J^i k5*>j u^^^i qc u*^-**** m £■ M ». jL* ^\ v^J3 ^ypS^ O^Ji J«aä5" LpjiSyj (j^^ ^c^J^i i^JJ SüL^üaJl ^äj ^.tt\5>L\it jjt „Und sie werden dich über die Menstruation befragen: Es ward berichtet, daß das Volk der Heidenzeit mit den menstruierenden Weibern nicht zusammen wohnte und nicht zusammen aß, wie die Juden es taten und die Magier, und das dauerte an, bis Abu Dachdach . . . diesbezüglich fragte, worauf die Offenbarung erfolgte." Den vonMohammed eingeschlagenen Mittelweg findet Baidhäwi in den Koranworten: pL*jüI t^Ccli U***^' <3 „Und schonet die Weiber während der Menstruation", indem er die Erklärung daran schließt: i - ~ \ö\ ^%ZxA^ ijJj*-*' fV5' q.^jCä/sL^ \yxXX=>li ** ro oLaX'ibSi ^3 ^^>Lc^l Jsää^ O^-aJI q-a ^^4y>b ,Jj ^yUj ^i^L^1. t^iLT jj^LaJI Ja^ajj J^t^M „Meidet den Beischlaf nach seinen Worten; sicherlich, es ist euch geboten, sie zu schonen, während sie menstruieren, aber es ist euch nicht geboten, sie aus den Häusern zu jagen, wie es die Fremden machen, und das ist der Mittelweg zwischen der Übertreibung der Juden und dem Zuwenig der Christen, welch letztere den Beischlaf ausübten, ohne sich um die Menstruation zu kümmern." Nach Mohammed ist also die Menstruation, wiewohl er keine strenge Absonderung verlangt, schon darum, weil sie an? Cder Betätigung des Geschlechtstriebes hindert, ein ^öl, ein 1) Baidli. I, S. 117. 2) a. a. 0. 2)u^