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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1924-01-01 · Jahrbuch (1924-1925) · p. Seite 220

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1924-1925
Issue
Jahrbuch (1924-1925)
Date
1924-01-01
Page
Seite 220 (sequence 233)
Language
German
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220 P a p o, Die sexuelle Ethik im Qorän. vermindert den Glücksgenuß ihres Lohnes." Noch Omar Haleby warnt in seinem „El ktab des lois secretes de Pamour"1), wie es in der französischen Übersetzung betitelt ist, vor übergroßem Ungestüm beim coitus, speziell einer Jungfrau gegenüber, und erteilt den wohlgemeinten Rat, die Defloration nicht im ersten Ansturm durchführen zu wollen, sondern, falls sich Schwierigkeiten zeigen, die Vollendung der Defloration um einen oder mehrere Tage zu verschieben2). Der Talmud warnt in gleicher Weise vor einem sexuellen Überfall auf die ahnungslose Frau: 8)pjinD tibw UV2 <fy pin fTISD *)2lb IfittfK HÖttn b2 „Jeder, der seine Frau ahnungslos zum coitus überfällt, wird ungeratene Kinder haben." In gleicher Absicht sind auch bei den riHD ^2 JJtPJ"i, den 9 Arten nicht normal gezeugter Kinder4) die nD*W in, die Kinder, bei deren Empfängnis die Frau in Schrecken gesetzt war, und die WÜK ^2, die Kinder, zu deren Empfängnis die Frau gewaltsam gezwungen oder überfallen war, an die erste Stelle gesetzt. Während Mohammed dem geradezu an einen Asketen grenzenden Omar offen erklärt, er zeige sich öeinen Frauen völlig unbekleidet5), woraus natürlich hervorgeht, daß er auch in solchem Zustand den Sexualakt mit ihnen vollzog, ist in den Midraschim keine einheitliche Ansicht hierüber vorhanden. Einerseits wird der „bei den Persern übliche Brauch, in Kleidern zu koitieren", verworfen, ja sogar das strikte Verlangen des Mannes nach der Kohabitation in Kleidern als Scheidungsgrund für die Frau hingestellt: j?*dd jrwink ]iTmtaD n« pvmm d^diö mm nn inv ... nma *wn ^22 wsk idinh «Jin n idst win 21b rvb «)r\2ir\2 |nw KW „. . . Daß er nicht mit ihr den Brauch der Perser übe, die in Kleidern koitieren; dies stützt auch die Ansicht R. Hunas, der den Ausspruch tat: Wer sagt: Ich will nur dann (koitieren), wenn ich und sie bekleidet sind, soll zur Scheidung veranlaßt werden und ihr die Kethubba ausbezahlen". Andererseits bringt die Aggada einen Ausspruch Simon ben 1) Übersetzt von Paul de Keglia, Paris 1893. 2) Vgl. Stern, 1. c. II, S. 207. 3) Erub. 100*. 4) Ned. 20*>. 5) Sprenger, 1. c. I, 176. 6) Kethub. 48».

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