Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1924-1925
- Issue
- Jahrbuch (1924-1925)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 207 (sequence 220)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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P a p o, Die sexuelle Ethik im Qoran. 207 daran zu denken, daß man noch andre Weiber besitze: W *!DK an« s1? s^rn nsa nnx oim \m ro ran ms nnr» '3 l^SKl „Es sagt Rabbi: nicht trinke jemand aus einem Becher und richte dabei seine Blicke auf einen anderen Becher; hierzu bemerkt Rabina: dies müßte ja nicht besonders betont werden, wenn es sich nicht darum handelte, zu betonen, daß dies auch bei zwei seiner Ehefrauen verboten ist." Die Verbindung gleicher Charaktere zur Ehe, von welcher der Koran spricht, kann wohl einerseits als Behauptung gelten, mit der Mohammed sich nach der Affäre der Aischa trösten läßt, daß nämlich er, als Prophet Gottes, keine untreue Frau haben kann2), welche Auffassung XXIV, 26 zuläßt; doch läßt Vers 3 die allgemein bei den Muslimen geltende Betrachtung dieser Verse als Vorschrift deutlich erkennen: 0\j tft l«-=uCu £ scütj i\ gXü 3 ^IjÄ „Der Hurer soll nur eine Hure oder eine Heidin heiraten und die Hure und die Heidin soll nur ein Hurer oder ein Heide heiraten." Es ist klar, daß eine derartige Anordnung Mohammeds Anschauungen über die Ehe angepaßt ist, daß nämlich innerhalb dieser hauptsächlich auf fleischlicher Vereinigung gegründeten Gemeinschaft kein nennenswerter ethischer Einfluß der Ehegatten aufeinander ausgeübt werden kann, so daß der schlechtere Teil durch den besseren geändert werden könnte. In diesem Sinne erklärt auch Baidhäwi: Ls2L413 gJt^oJl cÜCi £ LjJt JL\ JJLÜ J v-JUIf ol KftjL^m^ JLax^ xääu *L xi^um ^LsouJt l^o ü 4)ö^£s^ VjkXll „In den meisten Fällen hat sicherlich ein Mann, der zur Unzucht neigt, keine Vorliebe für eine Ehe mit anständigen Frauen und ebenso sagen einem liederlichen Frauenzimmer keine anständigen Männer zu; und die Übereinstimmung ist 1) Ned. 20t>. 2) Vgl. Weil, 1. c. Anm. 230. 3) S. XXIV, 3. 4) Baidh. II, S. 15.